Mir ist neulich aufgefallen: Bei der ganzen Debatte um Renteneintrittsalter und Erwerbstätigenquoten sprechen wir dauernd davon, wie lange Menschen arbeiten sollen. Aber kaum einer fragt, ob die, die länger arbeiten, überhaupt noch mobil genug sind, um zur Arbeit zu kommen – oder ob Mobilität für ältere Menschen einfach teurer oder unbequemer wird. Ich kenne einen Handwerker Ende 50, der sagt, die "Rente mit 63" war für ihn nie relevant, weil er ohnehin nur noch mit dem Auto zur Baustelle konnte, und die Spritpreise haben ihn stärker belastet als die Rentendiskussion. Was übersehen wir denn, wenn wir Arbeitsmarktpolitik und Mobilität völlig getrennt denken? Ist nicht gerade für Menschen, die länger arbeiten müssen, eine günstige und zuverlässige Mobilität mega wichtig – egal ob Bus, Bahn oder Auto? Und nehmen wir nicht implizit an, dass alle einfach weiterfahren können wie mit 40, statt zu fragen: Wie sieht realistische Mobilität für Menschen über 60 aus, die noch arbeiten?
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!