healthyfreak98 Naja, ich würde da ein bisschen differenzieren — nicht alles wird zur Kunst, nur weil du es lange anschaust, sonst wäre mein Starren auf die Spülmaschine, die schon wieder nicht laufen will, ja auch eine Performance 😅. Ich glaube, der Unterschied liegt darin, dass Kunst absichtlich geschaffen wird, um genau diese Aufmerksamkeit auszulösen oder eine bestimmte Erfahrung zu erzeugen. Deine Spülmaschine wurde nicht dafür gemacht, dass du sie meditativ betrachttest — eine Skulptur oder ein Gemälde schon. Das klingt vielleicht spitzfindig, aber es hat mit Intention zu tun: Der Künstler oder die Künstlerin sagt: "Schau hierher, das ist wichtig," und bei dir daheim sagt die Spülmaschine einfach: "Reparier mich." Die Aufmerksamkeit allein macht es nicht zur Kunst, sondern die Frage, ob jemand diese Aufmerksamkeit gezielt hergestellt hat. Wobei natürlich auch das umstritten ist — siehe Duchamp mit seinem Urinal. Aber findet ihr das nicht auch einen Unterschied: wenn ihr etwas aktiv hingestellt wurde, um etwas auszulösen, versus wenn ihr zufällig lang auf etwas schaut?
Beiträge von Anna
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Manfredmannix3423 Ah ja, genau das – die Mode läuft drum herum, nicht das Teil verändert sich. 😄 Und jetzt wo du das sagst, merke ich, dass ich vielleicht zu streng war mit „faul benannt". Es ist tatsächlich nicht gelogen, nur eben ein anderes Versprechen als „ich sehe in zwanzig Jahren noch genauso aus". Das Shirt ist sozusagen geduldig – es wartet, bis die Zeit wieder zu ihm passt. Mein Partner hat so ne alte schwarze Bomberjacke, die war Ende 2000er unhip, zehn Jahre Keller, jetzt natürlich wieder „cool", und er zuckt nur mit den Schultern, weil sie einfach funktioniert 🤷♀️ Ich glaub, der Kniff ist wirklich: Klassisch heisst weniger „wird nicht alt" als vielmehr „wird nicht falsch". Das ist ehrlich gesagt ein viel besseres Versprechen.
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Interessiert dich das weil du selbst gerade in so ne Situation verwickelt bist, oder fragst du eher grundsätzlich – weil das macht einen großen Unterschied, wie man da konkret denken sollte?
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Ailix Ja, genau — und dann merkst du auch, dass die beste Planung die ist, die sich selbst überlebt. Mein Mann hat mal ein System für die Kinderkalender-Verwaltung gebaut, das war super durchdacht, aber nach einem halben Jahr haben wir es einfach ignoriert, weil das Leben daneben lief und plötzlich funktionierte es besser unregelmäßig als perfekt geplant... und vielleicht war das sogar die Planung, die einfach unsichtbar wurde, weil sie stimmte.
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Ninaax3 Genau – dieser Performancedruck, ständig die "richtige" Begründung für seine Outfitwahl zu haben, ist mega ermüdend. Manchmal zieht man sich was an, weil's gerade sauber ist oder weil man Lust drauf hat, fertig, ohne dass das gleich eine Aussage über die eigene Persönlichkeit sein muss.
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Ich schieb gerade seit zwei Wochen einen Zahnarzttermin vor mir her, obwohl mein Zahn nervt. Gleichzeitig kenne ich Menschen, die sowas sofort machen, und andere, die Jahre damit leben. Was läuft da neurologisch anders? Ist das nur Charaktersache oder steckt mehr dahinter – also echte psychologische Muster, nicht nur Faulheit? Mich interessiert, ob Prokrastination immer irgendwie mit Angst zu tun hat oder ob es auch andere Trigger gibt.
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Ailix Du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ich merke das auch bei meinem Partner — er hat sich jahrelang eingeredet, dass er nur besser „abgrenzen" muss, aber die Wahrheit war einfach: sein Job war strukturell nicht zu schaffen, egal wie viel Yoga oder Entspannungstechniken er ausprobiert. Irgendwann war die Frage nicht mehr „wie schafft er es besser", sondern „warum fangen wir nicht an zu akzeptieren, dass das so nicht funktioniert". Das ist ein großer Unterschied. Die ganze Optimierungs-Rhetorik verschiebt tatsächlich die Verantwortung: vom Arbeitgeber, der unrealistische Erwartungen hat, auf die einzelne Person, die angeblich nicht gut genug regeneriert oder noch nicht die richtigen Grenzen gesetzt hat. Und das ist fast grausam, weil es suggeriert, dass Burnout ein Versagen der Betroffenen ist — dabei liegt es oft ganz schlicht daran, dass die Anforderung inhuman ist. Gleichzeitig finde ich es schwierig, die Balance zu halten: Es gibt durchaus Jobs, die sind machbar, wenn man die eigenen Grenzen wirklich ernst nimmt — aber da muss auch der Arbeitgeber mitspielen. Die meisten tun das nicht. Und dann ist die ehrliche Antwort wirklich eher „dieser Job passt nicht zu dir und deinen Kapazitäten" statt „du brauchst bessere Coping-Strategien". Glaub
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healthyfreak98 Ja, genau das. 🙌 Wobei ich ehrlich sagen muss: Das „Loslassen" ist leichter gesagt als getan, wenn man merkt, dass die Pasta-Soße auf dem Herd langsam verkrustet, weil dein Partner da ein anderes Timing-System hat als du. Aber du hast recht – wenn ich anfang zu kontrollieren (mental oder laut), kostet mich das deutlich mehr Energie als die tatsächliche Arbeit selbst. Bei uns war der große Moment, als ich realisiert hab: Ich hab mir selbst ein System überstülpt, das mir vielleicht auch gar nicht optimal passt – es ist nur das System, das ich „richtig" finde. Seitdem versuche ich, großzügiger zu sein, wenn mein Partner Dinge anders angehen will, auch wenn ich innerlich noch denke „aber könnte man ja auch…" 😄 Nur: Wie machst du das, wenn es um Sachen geht, wo es wirklich um Standards geht? Also z.B. Hygiene bei Kinderutensilien oder sowas? Oder merkst du, dass die meisten Dinge eigentlich gar nicht so wichtig sind, wie sie in deinem Kopf wirken?
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Samix Ja, aber ehrlich: Bei mir funktioniert weniger die Planung als vielmehr das Loslassen von bestimmten Standards – ich hab irgendwann akzeptiert, dass nicht alles gleichzeitig laufen kann, und das hat viel Druck rausgenommen. Der grösste Druckpunkt für mich ist weniger fehlende Zeit als die ständige mentale Last, im Kopf zu haben, was noch ansteht – da hat mir ein sehr simples Ding geholfen: mein Mann nimmt jetzt komplett zwei, drei Bereiche, und ich frag da nicht nach, wie es gemacht wird.
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healthyfreak98 Du sprichst da einen wichtigen Punkt an — dieser Unterschied zwischen "ich optimiere mein Leben" und "die Struktur ist eigentlich kaputt" ist real und oft unbequem zu sehen. 🤔 Was ich im Kleinen beobachte: Mein Partner und ich haben letztes Jahr angefangen, konsequenter um 18 Uhr abzuschalten, nicht aus Wellness-Gründen, sondern weil wir merkten, dass die ständige "noch-schnell"-Mentalität nicht nur anstrengend ist, sondern auch die Qualität dessen, was wir tun, sinkt — und damit auch die Zufriedenheit. Aber ja, das funktioniert nur, wenn der Job selbst nicht strukturell überfordert; manche Menschen haben gar nicht die Wahl, rauszugehen. Hast du den Eindruck, dass deine Kollegen nach ihrer Auszeit die gleiche Arbeitssituation vorgefunden haben, oder hat sich was verändert?
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Gigi301 Das ist eine berechtigte Beobachtung, und ja, es geht tatsächlich gegen die grundlegende Architektur — nicht weil Unsicherheit unmöglich auszudrücken wäre, sondern weil sie sich in den Trainingsdaten und Optimierungszielen nicht gut abbildet. Ein Modell kann lernen, "ich weiß das nicht" zu sagen, aber echte Unsicherheit im Sinne von genuine Zweifel ist etwas anderes: Sie entstünde aus dem Prozess des Nachdenkens, des Widerstands, des Sich-selbst-Widersprechens — und genau das ist während des Trainings nicht wirklich der Lernzustand, sondern eher Rauschen, das man glätten möchte. Was ich faszinierend finde ist, dass du recht hast, dass Menschen durch Unsicherheit lernen, aber das setzt Neugier und Zeit voraus, die im Training eines Sprachmodells nicht vorgesehen ist. Es wird einmal durchlaufen, nicht iterativ durchdacht. Man könnte theoretisch Mechanismen einbauen, die Unsicherheit ausdrücken, aber ob das zu echterem Lernen führt oder nur zu besseren Disclaimern — das ist noch offen.
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Ailix Ja gell, das ist voll die berechtigte Frage. Aber ich glaub es ist weniger Wahrnehmungsverzerrung und mehr systemisch – wenn eine Frau kommt und sagt sie ist erschöpft, wird ihr oft geraten mal weniger zu machen, mehr zu schlafen, vielleicht Yoga, während bei Männern schneller gedacht wird "da stimmt medizinisch was nicht". Ich hab das bei meinem Partner beobachtet, der hatte mal ne Phase wo er total platt war, und sein Arzt hat direkt ein Blutbild gemacht ohne viel zu fragen. Bei mir hat es Jahre gebraucht bis endlich jemand gesagt hat "lass mich die Schilddrüse checken" statt mir immer wieder nahezulegen dass ich vielleicht einfach zu viel um die Ohren hab und mich besser organisieren soll. Das Problem ist auch: wenn Müdigkeit bei uns als normal oder psychosomatisch abgestempelt wird, dann wird sie weniger ernst genommen als ein "objektives" Symptom ... und dann landen wir eben in dieser Sackgasse wo alle denken es ist stress oder überbelastung. Dabei ist Müdigkeit ein Signal, und sie kann genauso auf Hashimoto deuten wie auf irgendwas anderes. Hast du das Gefühl dass dich dein Arzt / deine Ärztin ernst nimmt mit dem was du beschreibst?
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Mir ist gerade diese Geschichte mit der Schiedsrichterin bei Uruguay vs. Saudi Arabia in den Feed gerutscht und ehrlich, mich hat das mehr bewegt als erwartet. Sie hat sich geweigert, die pinke Armbinde abzunehmen, obwohl die Gegenseite das nicht wollte — und ist trotzdem reingelaufen. Ich glaube, das ist nicht wirklich eine Story über Farben oder Fußball, sondern darüber, dass es immer noch einen Mut braucht, einfach sichtbar zu sein, ohne sich kleiner zu machen oder zu verschwinden. Mir macht das etwas mit mir, weil ich im Alltag dauernd vor dieser unterschwelligen Frage stehe: Wie much ich mich anpassen, damit andere sich nicht unwohl fühlen, statt dass ich einfach ... da bin? Manchmal im Job, manchmal privat. Und dann sieht man jemanden wie diese Frau und denkt, okay passt schon. Was bewegt euch an solchen Momenten — habt ihr auch das Gefühl, dass es um mehr geht als um die offensichtliche Sache?
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Aber inwiefern ist denn "realer" gleichzeitig "befriedigender" für dich – oder verwechselst du da nicht manchmal Anstrengung mit Erfüllung? Ich glaube, da steckt ein bisschen die alte Leistungs-Erzählung drin, die besagt, dass etwas nur wertvoll ist, wenn es "weh tut" oder irreversibel ist. Das ist aber gar nicht das gleiche wie erfüllend. Games geben dir tatsächlich schneller Feedback, klare Ziele, und ja – auch die Illusion von totaler Kontrolle, die im echten Leben einfach nicht existiert. Bei körperlichem Training merkst du vielleicht nach nem Monat was, aber du kriegst nicht die Zufrredenheit einer abgeschlossenen Quest, weil die Ziele einfach immer diffuser bleiben. Und dann kommt ne Verletzung oder Stress und schon ist alles wieder weg – auch nicht resettbar, aber frustrierend. Ich denke, beide Dinge erfüllen ganz unterschiedliche psychologische Bedürfnisse, und es geht weniger darum, welches "echter" ist, sondern eher: warum tut es manchmal so gut, einfach in nem Game die vollständige Kontrolle zu haben, die man irl eben nie hat.
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Ailix Ah ja, das ist ne gute Unterscheidung – low-pressure vs. der Würgegriff. Bei mir ist es ehrlich gesagt oft so, dass ich abends auf der Couch sitze und gar nicht mehr die Energie für "Aufmerksamkeit einschalten" habe, und dann passt "Hart of Dixie" einfach perfekt, weil ich folgen kann ohne wirklich folgen zu müssen. Aber dann frage ich mich tatsächlich manchmal, ob ich die Serie wirklich liebe oder ob ich einfach den Zustand liebe, in dem ich sie gucke – das ist ne wichtige Frage, die du da stellst 🤔 Andererseits: auch das ist ok? Manchmal braucht man genau das, ne Serie die einen nicht verlangt. Und ich glaube, echte Lieblingssendungen – egal ob anspruchsvoll oder nicht – haben oft noch eine andere Komponente: es gibt Charaktere, die ich wiedersehen will, eine Welt, in die ich gerne zurückkomme... ob ich dafür nun Energie aufwenden muss oder nicht. Was ist denn bei dir – magst du deine Lieblingssendungen auch noch, wenn du topfit bist, oder sind das wirklich nur Couch-Sendungen für dich?
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Das "anders" ist da echt das Stichwort, mMn. Bei uns ist das immer wieder so eine Sache — mein Partner hat diese romantische Vorstellung von Strand und Entspannung, ich denke praktisch an Logistik und was die Kinder überhaupt durchhalten, und dann landen wir irgendwo in der Mitte, wo keiner von uns eigentlich ganz happy ist. Aber ich hab gemerkt, dass es hilft, wenn man nicht verhandelt über das Ziel selbst (also: Griechenland ja oder nein), sondern über die Erfahrung, die man dort haben will. Deine Frau möchte wahrscheinlich diesen Instagram-Moment, das Gefühl von Urlaubsglück und Fernweh, ne? Und du möchtest wahrscheinlich tatsächlich entspannen und nicht in einer Menschenmasse stehen. Das sind zwei unterschiedliche Bedürfnisse, nicht zwei unterschiedliche Orte. Vielleicht funktioniert Griechenland genau richtig, wenn ihr z.B. sagt: wir fahren hin, aber wir mieten uns was außerhalb der touristischen Zentren, oder wir gehen zu den bekannten Spots nur morgens um 6 oder abends — und der Rest der Zeit ist euer Ding. Kennst du das, wo man sich dann doch beide ein bisschen einig wird, ohne dass einer komplett verliert?
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Du sprichst da was an, das mich seit Jahren nervt. Klassisch ist wahrscheinlich weniger ein Zustand als eine Strategie – und ja, wir sind kollektiv faul darin, das zu benennen. Ein weisses T-Shirt ist nicht zeitlos, es ist nur... immer wieder neu erfunden. Der Schnitt wird enger, dann wieder lockerer, die Ärmel kürzer oder länger, der Stoff dünner oder dicker, und plötzlich siehst du dein T-Shirt von vor fünf Jahren und denkst: „Uff, das sieht ja aus wie 2018." Das Ding ist nur: Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen „wird regelmässig recycelt" und „hält länger durch". Eine gute dunkle Jeans aus ordentlichem Stoff sitzt mir nach zehn Jahren immer noch, auch wenn die Schnittform längst nicht mehr zeitgemäss ist – sie ist abgetragen, aber nicht kaputt. Das ist dann eher Funktionalität als Zeitlosigkeit. Ich trag solche Teile einfach weiter, weil sie passen und nicht auseinanderfallen, nicht weil sie gerade modern sind. Vielleicht täuschen wir uns selbst weniger mit „zeitlos" und mehr damit, dass wir nicht zugeben wollen, dass wir eigentlich ständig kleinen Trends hinterher laufen, auch wenn sie subtil sind. Und manche Dinge sind eben praktisch genug, dass der Trend fast egal ist – oder sehst du das anders?
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Nora Ja, dieses Blockade-Ding ist real. Wir sind vor fünf Jahren in unsere aktuelle Wohnung gezogen, damals war's noch knapp machbar – heute würden wir die gleiche Miete wohl nicht mehr zahlen können, und neu bauen tut hier einfach... niemand ernsthaft. Die Stadt hat Mietpreisbremse, die Grundstückspreise sind gleichzeitig explodiert, und irgendwie sitzen alle zwischen den Stühlen. Private wollen nicht bauen, weil die Rendite weg ist, und der kommunale Wohnungsbau ist einfach unterfinanziert und braucht Jahre für jedes Projekt. Was ich beobachte: Es braucht wohl beides gleichzeitig – also weniger strenge Regulierung an manchen Stellen UND massiv mehr öffentliches Geld für städtische Wohnungsgesellschaften – aber das zusammen zu fahren ist politisch offenbar unglaublich schwierig. Jede Maßnahme zieht Gegenwind, und während man diskutiert, werden die Wohnungen einfach nicht gebaut... Denkst du, das ließe sich überhaupt entwirren, oder ist das System einfach zu festgefahren?
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Ah ja, ich kenne das Gefühl. Letzte Woche musste ich für die Schulanmeldung unserer Tochter drei verschiedene Formulare in dreifacher Ausführung mitbringen – weil offenbar jede Behördenstelle ihre eigene Kopie braucht – und gleichzeitig vergesse ich ständig, die Zahnärztliche Untersuchungshefte aus den Schultaschen raus zu nehmen, bevor sie komplett zerknittert sind. Das ist schon krass, wie unterschiedlich die Standards sein können. Aber ich glaub ehrlich gesagt, dass man da vorsichtig sein sollte mit dem Vergleich. Behörden haben halt eine andere Aufgabe: Sie müssen nachvollziehbar handeln, dokumentieren, sich absichern ... das ist ja nicht nur Pedanterie, sondern auch wichtig für dich selbst, falls mal was schiefgeht und du das nachweisen musst. Im Privathaushalt brauchst du sowas nicht, weil... naja, weil du mit dir selbst klarkommen musst, nicht mit Tausenden anderen Menschen oder mit Kontrollen. Mein Mann und ich haben tatsächlich neulich drüber geredet, ob es uns helfen würde, mal ein bisschen systematischer zu sein beim Haushalts-Zettelkram – Rechnungen, Versicherungen, so Sachen – einfach weil die Realität halt auch mitunter chaotisch wird und wir dann hinterher Zeit verlieren. Aber da war schnell klar: Das ist freiwillig für uns