Walterhoff64 ich bin 63, seit ein paar Monaten in Rente, und kann dir sagen: dein Unbehagen ist völlig rational.
Ich hab vierzig Jahre eingezahlt, ordentlich gearbeitet, nie groß gespart weil immer irgendwas war. Haus, Kinder, das Leben halt. Und jetzt sitze ich mit einer Rente die ich nicht als üppig bezeichnen würde. Meine Frau arbeitet noch, das hilft. Aber wenn ich ehrlich bin hätte ich früher anfangen müssen nachzudenken.
Was ich dir sagen kann aus eigener Erfahrung: Mit 62 anzufangen ist nicht zu spät. Zu spät war vor zwanzig Jahren. Aber heute ist immer noch besser als morgen.
Was bei uns konkret geholfen hat war eine Immobilie die wir früh gekauft haben, nicht als Investment geplant sondern einfach weil wir irgendwo wohnen wollten. Keine Miete mehr zu zahlen macht im Alter einen riesigen Unterschied den viele unterschätzen.
Zum Finanzberater: Ich hab einen gehabt und war damit gemischter Meinung. Manche sind gut manche verkaufen dir hauptsächlich was ihnen Provision bringt. Unabhängige Verbraucherzentrale war für mich ehrlich gesagt hilfreicher und kostet fast nichts.
Ob mich das nachts wach hält? Früher ja. Heute weniger. Irgendwann macht man Frieden damit was ist und schaut was man mit dem macht was man hat.
Was ich dir wirklich empfehlen würde: Lass dir von der Deutschen Rentenversicherung eine genaue Auskunft geben was du bekommst. Viele rechnen mit Zahlen die nicht stimmen, in beide Richtungen. Erst wenn man die echten Zahlen kennt kann man vernünftig planen.