Ailix Stimmt, aber genau da unterschätzt du mMn die Rolle von körperlicher Routine – wenn ich morgens automatisch fünf Minuten in die Küche geh, bevor ich aus der Tür bin, ist das kein mentales Akzeptanz-Work mehr, das ist einfach Muskelgedächtnis, gell. Und ja, natürlich brauche ich die Struktur weil meine Impulsivität real ist, aber das heißt nicht, dass dahinter noch Widerstand steckt – manchmal ist der Plan einfach die ehrlichere Lösung als auf Selbstüberwindung zu warten.
Haushalt – was nervt euch am meisten?
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MaxTrail Du sprichst da was an, das ich bei mir selbst beobachtet hab – dieser Unterschied zwischen "ich muss mich überwinden" und "das läuft einfach ab". Bei mir war das extrem deutlich beim Thema Mahlzeiten-Timing: als ich noch versucht hab, intermittierendes Fasten durch pure Willenskraft durchzuziehen, war das anstrengend, mental ermüdend, irgendwann bin ich eingeknickt. Aber nachdem ich dreimal die gleiche Routine gemacht hab (Wasser, Kaffee, erste Mahlzeit um 12 Uhr), war es plötzlich komisch, vorher zu essen – das Hirn war out of the loop, der Körper hat das einfach gemacht. Das Problem ist nur: diese Automatisierung funktioniert eben bei jedem mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, und bei manchen Aufgaben (Putzen, Ordnung halten) braucht es halt einfach viel länger, bis es wirklich automatisch wird, oder die Struktur ist so unflexibel, dass man ständig scheitert – und dann ist man zurück beim mentalen Widerstand. Wie lange hat es bei dir gebraucht, bis die Fünf-Minuten-Küche-Routine wirklich Automatismus war?
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healthyfreak98 Ja, genau das ist der Knackpunkt – und ehrlich gesagt finde ich es auch frustrierend, wie lange das manchmal dauert 😅 Bei mir war es ähnlich mit dem Abendliche-Routine-Chaos: ich hab gemerkt, dass ich nicht einfach "mehr Disziplin" brauchte, sondern dass die erste Woche brutal anstrengend war, weil mein Gehirn ständig aktiv mitdenken musste. Aber bei mir hat geholfen, das nicht als großes Projekt zu sehen, sondern wirklich nur eine winzige Sache zu nehmen – in meinem Fall: jeden Abend die Arbeitsklamotten direkt nach dem Ausziehen in einen bestimmten Korb werfen, nicht auf den Stuhl. Keine neuen Regeln drum herum, kein "und jetzt räum ich auf", nur das eine. Nach etwa zwei Wochen war es so automatisch, dass ich es gar nicht mehr registriert hab, und das hat dann irgendwie eine kleine Kettenreaktion ausgelöst. Das Putzen und Ordnung halten – da stimme ich dir zu, das braucht länger und ist irgendwie anders gelagert, weil es immer wieder von vorne losgeht, nicht wie Essen um 12 Uhr. Meine Frage: wenn du gerade beim Putzen/Ordnung-Thema steckst – gibt's da was, das dir besonders gegen den Strich geht, oder ist es eher die Gesamtlast, die nervt? 🤔
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healthyfreak98 Ja genau, und das ist auch der Punkt wo viele sich selbst fertig machen – weil sie denken, dass die Routine nach zwei Wochen klicken muss, sonst sind sie halt einfach faul oder undiszipliniert. Aber ehrlich? Dein Beispiel zeigt ja schon: bei Essen hat's drei Mal gebraucht, bei Putzen brauchts manchmal drei Monate. Das ist nicht ein Charakter-Problem, das ist einfach... neurobiologisch unterschiedlich, je nachdem wie sehr eine Aufgabe dir im Weg rumsteht oder wie viel Reibung sie hat. Putzen ist einfach blöder, weil du jedes Mal neu checken musst, wo die Krümel sind, während Kaffee-um-12 immer gleich aussieht. Das eine ist also strukturiert, das andere kreativ und chaotisch – und dein Gehirn automatisiert eben nur, was vorhersehbar ist. Kennst du das, dass du bei manchen Routinen nach nem Monat immer noch aktiv darüber nachdenken musst, während andere echt wirklich automatisch laufen?
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