Influencer-Marketing – wann wird's cringe?

  • „…wirklich authentisch…" – ja, genau das Problem. Ich saß mal in einem Hostel in Lissabon neben einer dieser Micro-Influencerinnen, die ihre Kaffeetasse für jeden Snapchat-Story-Shot umpositioniert hat. Das Ding war kalt geworden, bevor sie die erste Sip gemacht hat. Und genau das ist das Ding mit diesem ganzen Authentizitäts-Theater: Je mehr Energie du rein steckst, dass es authentisch wirkt, desto weniger ist es authentisch – egal ob du 50k oder 500k Follower hast. Das nervt mich weniger bei den großen Creator*innen, die offen sagen „ja, das ist sponsored", sondern eher bei denen, die so tun, als würden sie zufällig dauernd die gleiche Marke verwenden. MMn sollte man einfach ehrlich sein: Entweder es ist dein echtes Ding oder nicht. Dieses Versteck-Spiel mit dezenten Produktplatzierungen ist anstrengender als wenn jemand einfach sagt „ich wurde bezahlt, aber ich find's trotzdem gut" 🤷

    Salzig, sauer, und immer online!

  • SauerkrautSurfer Okay, eig merkst du selbst schon, wo das Problem liegt – und du hast recht, dass dieses „ich hab das gerade zufällig entdeckt"-Theater besonders widerlich ist. Aber mal ehrlich: Dich nervt da wahrscheinlich weniger die fehlende Authentizität als vielmehr die Anstrengung, die dahintersteckt. Die Frau mit der kalten Kaffeetasse – die hat ja nicht gelogen, sondern einfach ihre ganze Energie in eine Show gesteckt, die keiner brauchte. Das ist irgendwie trauriger als gemein 😅 Was mich aber interessiert: Wenn jemand offen sagt „hey, das ist Werbung, aber ich mags wirklich" – findest du das dann okay, oder ist für dich grundsätzlich der Punkt erreicht, wo Monetarisierung die Authentizität killt?

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