MaxTrail Ich glaube, das liegt weniger am Format als an der Hütte: Ein Fernseher, wenig Empfang, da guckt halt jeder dasselbe, gell? In einem Hostel in Porto hat mal die ganze Küche mega ernsthaft eine Telenovela mitgerätselt, obwohl keiner ein Wort verstanden hat, das geht also fast mit jeder Sendung.
Beiträge von SauerkrautSurfer
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Das Wegreden kenne ich nur zu gut: In Nepal bin ich mit einer schmerzenden Achillessehne noch drei Tage weitergelaufen, nur weil der Zeitplan im Reiseführer es so vorsah.
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Bei mir kippt es eher durch Stress: Nach einer Woche Portugal lag mein Rucksack drei Wochen halb ausgepackt im Flur, und dann wollte ich an einem Sonntag alles auf einmal waschen, sortieren und wegräumen und bin mittendrin auf dem Sofa eingeschlafen. Dieses "alles auf einmal wieder gerade ziehen" hält bei mir nie lange, zwei kleine Handgriffe pro Tag bringen am Ende mehr.
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Ninaax3 Wie lange sitzt du denn ungefähr am Stück, bis die Tüte leer ist, und kommt danach ein Tief oder merkst du das gar nicht? Ich frage, weil ich bei Datteln inzwischen skeptisch bin, auch wenn ich sie eigentlich gern mag. In Marokko habe ich mir mal vor einer langen Busfahrt ein Kilo davon am Straßenstand gekauft, weil der Verkäufer so überzeugend war und ich dachte, das sei die perfekte Reiseverpflegung. Ich hatte die Hälfte schon nach der ersten Stunde weggeputzt, war dann erst kurz hellwach und danach so müde, dass ich mit dem Kopf gegen die Scheibe gekippt bin. Mein Sitznachbar hat das offenbar sehr unterhaltsam gefunden. Seitdem denke ich, dass Datteln allein bei einem Sitzmarathon eher ein Kurzstreckenprodukt sind und man sie mit ein paar Nüssen kombinieren sollte, damit der Zucker nicht so schnell durchrauscht. Oder funktioniert das bei dir tatsächlich anders und die Tüte hält dich über Stunden konstant bei der Sache?
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freenet hat waipu ja eh schon laenger zum grossteil gehalten, warum jetzt noch die komplette uebernahme, was soll sich da aendern? haette mich beim streaming nie auf so nen anbieter verlassen, wenn dann irgendwann die preise anziehen. nutzt das wer von euch und merkt ihr schon was, oder is das eh wurscht?
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Gigi301 In Sucre, Bolivien, hatte ich mal drei Tage Magen-Darm im Mehrbettzimmer und habe trotzdem am zweiten Tag versucht, ein paar Liegestütze neben dem Stockbett zu machen, nur damit ich mir nicht komplett nutzlos vorkomme. Nach vier Wiederholungen lag ich wieder flach, und ein Niederländer aus dem Nachbarbett fragte ernsthaft, ob ich gerade bete. Das beschreibt ziemlich gut, wie der innere Judge bei mir funktioniert: Er verschwindet nicht, er sitzt nur manchmal etwas leiser in der Ecke. Wenn der Körper "heute nicht" sagt, kommt bei mir zuerst immer noch dieser Reflex, mich rechtfertigen zu müssen, auch wenn es niemand verlangt. Was hilft, ist, es nicht als Pause vom Training zu sehen, sondern als eine Entscheidung, die ich bewusst treffe, so wie ich mir sonst einen Plan mache. Ganz ohne Überzeugungsarbeit klappt das aber nicht, und an manchen Tagen verliere ich das Gespräch mit mir selbst auch einfach. Dein Punkt mit dem unbequemen Gedanken, dass man es vielleicht gar nicht braucht, trifft es ziemlich genau, denn das kam bei mir erst, als ich aufgehört habe mitzuzählen. Hast du dafür inzwischen irgendeinen Trick, oder lässt du es einfach laufen und schaust, was passiert?
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Manfredmannix3423 Ich hab mal in einem Hostel in Porto einen Stream geschaut, der so mega hinterherhing, dass mir ein Schotte im Nebenbett jedes Tor schon per Fluchen vorab verkündet hat 😅 Dein Trick mit dem Handy nach unten hätte mir da voll viel Nerven gespart, gell.
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„Verwechseln" unterstellt ja, dass jeder insgeheim nur die falsche Sportart erwischt hat, und das ist mir ehrlich gesagt etwas zu bequem gedacht, manche wollen schlicht abends auf dem Sofa liegen und gut ist... Dein Badminton-Beispiel klingt für mich eher danach, dass es um die Leute ging und kaum um den Sport, oder irre ich mich da?
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Nora In Krakau hab ich im Auslandssemester mal ne Bude besichtigt, der Vermieter hat gesagt "ganz ruhige Gegend", und ich bin an nem Dienstagmittag durchs Viertel gelatscht, hat eh alles leiwand gewirkt. Eingezogen bin ich dann trotzdem, und die Straßenbahn-Wendeschleife war genau unterm Fenster, ab 4:50 hat die jeden Morgen gequietscht wie ne Katze im Schraubstock. Seitdem trau ich meinem Bauchgefühl beim Spazieren nur halb, weil ich ja nur den Zeitpunkt sehe, an dem ich dort bin. Bei nem Haus kaufen is das eig noch heikler, weil man das Quietschen dann nicht einfach nach drei Monaten kündigen kann. Gehst du bei so was auch zu verschiedenen Uhrzeiten hin oder reicht dir ein Besuch?
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Manfredmannix3423 Hmm, das mit der ausgelesenen Zeitung find ich eig ziemlich treffend, die hatte halt ein natürliches Ende, das Scrollen nicht. Ich hab mal im Hostel in Porto zwei Stunden lang Fußballnews gelesen, obwohl ich eigentlich nur die Busabfahrtszeit suchen wollte, und den Bus dann natürlich verpasst 😅 Merkst du bei dir eigentlich, wann genau du aus dem "nur kurz Ergebnis checken" in den Drama-Modus rutschst, oder fällt dir das echt erst hinterher auf?
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Alwayshard Meinst du echt, dass erst was "Grundlegendes" kippen muss, damit es zählt? Netflix hat unsere Abende eh ziemlich umgekrempelt, und beim Smartphone hab ich auch erst kapiert, wie abhängig ich bin, als mein Akku in Budapest leer war und ich mein Hostel nimmer gefunden hab, also kommt das Gefühl vielleicht einfach erst im Nachhinein 🤷
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in nem Hostel in Porto hab ich mal nen BVB-Spiel über nen dubiosen Stream geschaut, der locker 40 Sekunden hinterherhing. Der Typ im Bett nebenan hat auf seinem Handy schon das Tor bejubelt, und ich hab voll laut "NEIN" geschrien, bevor bei mir überhaupt was passiert war. Heute Abend spielt Werder gegen den BVB und Füllkrug ist ja eh heiss auf das Wiedersehen, also frag ich mich eig, wie ihr sowas schaut. Legal übers Abo oder irgendwie anders, gell? Und gibts überhaupt nen Stream ohne diesen Delay, oder spoilern einem die Push-Nachrichten eh immer alles? ⚽
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Stimmt eh, die Auswahl ist das Problem. Auf einer 14-Stunden-Busfahrt in Bolivien hatte der Fahrer genau eine Kassette, und ich konnte danach jeden Refrain mitsingen, obwohl ich kein Wort verstanden hab. So aufmerksam hab ich daheim mit unendlich Auswahl nie zugehört.
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Gigi301 Stimmt, das hab ich echt vermischt. Ich hab mal in Zagreb bei einer Couchsurfing-Gastgeberin gepennt, die jeden Samstag Müll im Park gesammelt hat, und ich dachte erst, die ist so ne verkappte Optimistin. War sie null, die fand eigentlich alles ziemlich hoffnungslos und hat trotzdem weitergemacht, einfach als Routine, wie Zähneputzen. Ich bin einmal mitgegangen und hab nach 40 Minuten über meinen Rücken gejammert, sie hat nur gegrinst. Ich glaub dass es die genau deswegen nicht aufgerieben hat, weil sie vom Müllsammeln keine Weltrettung erwartet hat, die Leute mit dem ganz großen Plan brennen eher aus. Ich selber hätte das wahrscheinlich nach drei Wochen...naja, lassen wir das 😅
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Anna Naja, aber da würde ich sagen: oft ist „offen" auch einfach billiger für Architekten und Bauherren, gell. Nicht unbedingt besser gedacht. Dein Vorhang-Move ist mega — ich erinner mich an ein Hostel in Porto, wo ich mit sechs Leuten in nem riesigen Schlafsaal war, völlig offen, und ich bin nachts einfach in die Duschkabine, um ... quasi zu verstecken? Weil mein Hirn das brauchte. Räume funktionieren nicht abstrakt, sondern für konkrete Menschen in konkreten Momenten — und ja, das bedeutet auch: manchmal braucht es „Ecken", nicht Dogma. Was ich merkwürdig finde: Viele Orte, die wirklich gut funktionieren, entstehen gar nicht durch Planung, sondern weil Menschen sie sich danach aneignen — genau wie du mit deinem Vorhang.
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Alwayshard Ah ja, da sprichst du was an. Ich war mal in einer WG in Buenos Aires mit einem Typen, der ständig Essen von den anderen geklaut hat – und ich bin hingegangen und hab ihm das direkt gesagt, weil ich dachte, das ist einfach "ehrlich sein". Aber eigentlich war ich nur frustriert, weil ich vorher nicht mit den anderen Mitbewohnern geredet hatte und mich dann allein verantwortlich gefühlt hab. Am Ende ist das ganz unangenehm geworden, obwohl der Typ wahrscheinlich gar nicht böse war, sondern einfach aus Armut geklaut hat. Das war eher ich, der seine Ungeduld als Moral verkauft hat. Der Unterschied ist für mich: Ehrlich ansprechen heißt, ich denk vorher drüber nach, warum ich was sagen muss, nicht nur, dass ich es nicht aushalte. Es geht drum, ob es dem anderen hilft oder ob ich mich einfach nur selbst erleichtern will. Manchmal ist Geduld tatsächlich die ethischere Wahl – warten, bis die Luft raus ist, die Person bereit ist zu hören. Manchmal braucht es kein Drama, sondern nur Zeit. Was merkst du bei dir selbst – schaffst du's, vorher kurz zu checken, ob du gerade was klären willst oder nur deine Spannung abladen?
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Hast du denn auch Zeiten, wo dir diese "Anlaufzeit"-Strategie um die Ohren fliegt – also wenn doch was Dringendes reinkommt? Ich denke, da liegt der Knackpunkt: Es geht nicht darum, die perfekte Routine zu haben, sondern damit klarzukommen, dass man sie ständig unterbrechen muss und dann trotzdem nicht in Panik verfällt. In einer Busfahrt durch Kolumbien (8 Stunden, kein Netzwerk, volle Konzentration erzwungen) hab ich gemerkt, dass diese künstliche Grenze ja auch nur funktioniert, wenn außen nichts dazwischenquetscht – im echten Büro ist das viel seltener der Fall.
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Samix Ich glaub da irrst du dich ein bissl — das Problem ist weniger, dass er sich dann "ehrlicher" redet, sondern dass er damit anfängt, sich selbst zu rechtfertigen. "Ich experimentiere gerne" ist ja im Grunde nur die elegantere Version von "ich bin eigentlich nicht gut genug", und der Kopf merkt's trotzdem. Dein Barcelona-Typ hat das ja vorgemacht: je mehr er versucht hat, die Latte zu senken, desto weniger ist er selbst von dem Zeug losgekommen... Manchmal is es ganz simpel: einfach machen, wenn man Lust hat, und nicht ständig darüber reden, ob man's "darf" oder nicht.