Hey zusammen![]()
ich hatte im Studium mal ein kleines Forschungsprojekt, bei dem wir untersucht haben, wie Studierende ihren Alltagsstress organisieren. Nichts Großes, eher eine Mini-Studie mit Fragebogen + kurzen Interviews. Was ich dabei spannend fand: Allein schon die Wahl der Methode hat total beeinflusst, was am Ende rauskommt. Beim Fragebogen kamen eher klare, „strukturierte“ Antworten raus – bei den Interviews dagegen ganz andere, viel persönlichere Einblicke ![]()
Am Ende hatten wir zwei Datensätze, die eigentlich zum gleichen Thema gehörten, aber teilweise komplett unterschiedliche Bilder gezeigt haben. Erst durch die Kombination (also so eine Art kleine Mixed-Methods-Auswertung) hat das Ganze wirklich Sinn ergeben.
Meine Frage an euch: Wenn ihr Forschung betreibt oder Studien lest – wie stark vertraut ihr eher Zahlen (quantitativ) oder Erzählungen/Interviews (qualitativ)? Und denkt ihr, dass man einem Ergebnis mehr „trauen“ kann, nur weil es statistisch erhoben wurde?