Sabine dein Vergleich mit dem Bild hat mich erwischt, ich hab kurz überlegt ob ich das so in meiner nächsten Statistikvorlesung zitieren kann. 😄
Ich studiere BWL und wir arbeiten eigentlich ständig mit Daten. Regressionen, Marktanalysen, Kennzahlen. Und was mich dabei immer mehr auffällt ist wie wenig Zeit darauf verwendet wird zu fragen was die Zahl eigentlich nicht abbildet. Das Modell wird erklärt, das Ergebnis interpretiert, fertig. Die Grenzen des Modells bleiben meistens Fußnote.
Was ich aus dem Studium mitnehme, und das klingt vielleicht banal, ist dieser Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität. Den kennt jeder aus der Theorie. Aber in echten Debatten, politisch wie wirtschaftlich, wird er ständig ignoriert. Zwei Dinge steigen gleichzeitig, also verursacht das eine das andere. Das ist so ein klassischer Fehler der sich hartnäckig hält weil er so intuitiv wirkt. 🤔
Zu deiner Frage ob das Problem bei den Produzenten oder Konsumenten liegt: ich glaube beides, aber die Verantwortung ist ungleich verteilt. Wer Daten veröffentlicht, ob Unternehmen, Behörde oder Forschungsinstitut, hat eine echte Pflicht zur Einordnung. Konsumenten können nur so kritisch sein wie es ihnen die Aufbereitung ermöglicht.
Was mich ehrlich gesagt beschäftigt ist wie viele wirtschaftliche Entscheidungen auf Daten basieren die eigentlich für einen anderen Kontext erhoben wurden. Das passiert öfter als man denkt und die Konsequenzen merkt man dann meistens erst später. 😅
Wo siehst du als jemand aus der Kunst den größten blinden Fleck bei denen die Daten produzieren?