Warum feiern wir eigentlich Bestleistungen, aber ignorieren die Trainingskosten?

  • Klar, wenn Athleten wie Krause neue PBs laufen, ist das beeindruckend — aber stimmt es wirklich, dass das der Erfolg ist, den wir messen sollten? Mich irritiert eher, dass wir im Konsum immer nur auf die glänzende Leistung starren, ohne zu fragen, was dahinter steckt: Wie viel Geld, Sponsoring, privilegierter Zugang zu Trainern und Infrastruktur war nötig? Und: Für wen ist dieses Erfolgsmodell überhaupt nachahmenswert — bzw. erreichbar? MMn übersehen wir dabei komplett, dass wir damit ein Konsummodell normalisieren, das Exzellenz an Ressourcen koppelt, statt sie zu democratisieren. Was denkst du — müssten wir nicht anders über Leistung sprechen, wenn wir ehrlich sein wollen?

  • Ailix Aber geht es dir da wirklich um die Leistungsmessung oder eher darum, dass Erfolg so ungleich verteilt ist? Ich glaube ehrlich, du hast nen Punkt — es ist krass, wenn wir nur die Zeit oder die Medaille feiern und so tun, als wäre das reine Willenskraft. Gleichzeitig ... auch normale Läufer oder Kraftsportler traininieren für ihre PBs und das motiviert sie, ohne dass sie Millionen haben. Vielleicht geht's weniger darum, anders über Leistung zu sprechen, sondern eher die Ressourcen-Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen — statt das System komplett zu delegitimieren.

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