Anna Ich glaub, das Problem ist, dass wir immer denken, wir müssen erst die Theorie verstehen, bevor wir was ändern – aber eigentlich funktioniert es andersherum: Man merkt die niedrighängenden Früchte erst, wenn man anfängt, sich selbst beim Leben zuzuschauen, statt nur darüber nachzudenken. Also nicht: "Ich muss nachhaltiger werden" und dann drei Apps runterladen, sondern eher: Eine Woche lang einfach notieren, was dich beim täglichen Kram nervt oder was sich sinnlos anfühlt, und da sind dann meist schon deine Anknüpfungspunkte. Die meisten Leute scheitern, weil sie mit zu viel Willenskraft anfangen statt mit Neugier – und Willenskraft ist ein schlechter Ratgeber für langfristige Veränderungen, weil sie ermüdet. Nur ehrlich: Warum nennst du es "niedrighängend"? Geht's dir wirklich um kleine Erfolge, oder eher darum, dass sich eine Veränderung nicht wie eine Last anfühlen soll?
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