Ich kenn das Gefühl – wenn was einfach funktioniert, will man eigentlich gar nicht wechseln.
Aber ich hab Bitwarden mal eine echte Chance gegeben und ehrlich gesagt nie zurückgeschaut. Für mich als Dev war der Moment wo ich gemerkt hab "okay das ist kein schlechter Kompromiss, das ist einfach gut" irgendwann beim dritten CLI-Aufruf in einem Skript ohne dass ich groß nachdenken musste.
Was den Developer-Kram angeht: CLI funktioniert, Shell-Integration läuft, SSH Keys sind drin. Nicht ganz so glattgebügelt wie bei 1Password, aber nach ein paar Tagen merkt man das eigentlich gar nicht mehr. Und was mich persönlich am meisten überzeugt hat – du kannst das Ding selbst hosten. Vaultwarden heißt der kompatible Open-Source-Server, läuft auf nem kleinen VPS oder sogar lokal. Als jemand der beruflich mit API Keys und sensiblen Credentials hantiert ist das einfach ein anderes Bauchgefühl als "liegt alles bei einem Anbieter".
Was 1Password wirklich besser macht: Das UI ist schöner, die Mac App fühlt sich nativer an, und die Gesamtpolitur ist einen Tick höher. Das ist kein Marketing, das stimmt wirklich. Wenn dich sowas stört, wirst du bei Bitwarden gelegentlich kurz innehalten.
Aber "am falschen Ende sparen" wäre Bitwarden wirklich nicht. Das ist ernsthaft gute Software, regelmäßig auditiert, riesige Community. Premium kostet etwa 10€ im Jahr – also buchstäblich einen Kaffee.
Mein ehrlicher Rat: Exportier einfach mal aus 1Password und import in Bitwarden rein. Zwei Wochen parallel nutzen, und du weißt selbst ob sich was schlechter anfühlt. Bei mir hat es sich nicht schlechter angefühlt – nur anders, und nach ner Woche war auch das weg.