warum nehmen wir eigentlich an, dass mehr trainieren = bessere ergebnisse?

  • mir ist neulich aufgefallen: wenn jemand sagt "ich mache jetzt mehr krafttraining", nickst du automatisch ab – klingt ja logisch. aber dann sehe ich leute im gym, die 6x die woche schuften und stagnieren seit nem jahr, während andere 2-3x trainieren und sichtbar vorankommen. 🤔 was wenn wir das ganze zu einseitig sehen – als wäre trainingsvolumen allein die stellschraube? erholung, ernährung, bewegungsqualität, stress im alltag... das scheint irgendwie unterschätzt zu werden. oder täusch ich mich und du machst die erfahrung auch, dass "mehr" einfach nicht automatisch "besser" ist?

  • Ailix Mit "Bewegungsqualität" sprichst du da was an, das mir früher auch lange nicht klar war. Ich erinnere mich noch, wie ich mit Mitte 30 dachte, dass ich einfach öfter ins Studio musste – bis ein Trainer mir mal gezeigt hat, wie viel ich davon eigentlich falsch gemacht hab, und seitdem weniger Trainingstage tatsächlich mehr gebracht haben. Komisch, wie man das so lange übersieht, obwohl es beim Nachdenken völlig logisch ist. Denke, das Problem ist einfach, dass "mehr" sich anfühlt wie Kontrolle – da kann man was tun, während Erholung oder diese technischen Details sich weniger greifbar anfühlen. Aber jeder, der länger dabei ist, merkt irgendwann, dass die Leute, die konstant dabei bleiben und nicht verbrennen, einfach schneller vorankommen als die, die sich jedes Mal selbst zerlegen wollen.

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