Wenn die Reise selbst zur Strafe wird 🚗

  • Ich hatte mal eine Überlandfahrt von Bangkok nach Chiang Mai gebucht – 12 Stunden, billiger Bus, klimatisiert laut Beschreibung. Nach vier Stunden merkte ich: die Anlage war entweder kaputt oder wurde aus Kostengründen gar nicht erst eingeschaltet. Ich saß da mit 35 Grad, eingekeilt zwischen einem Schafhirten und einer Frau mit drei lebenden Hühnern in einem Karton. Die Fahrt sollte 12 Stunden dauern, wurde dann 16 wegen Panne und irgendeiner Straßensperrung. Fand es damals noch irgendwie abenteuerlich, aber ehrlich: was mich da ankotzte, war weniger die Unbequemlichkeit als die reine Zeitverschwendung. Und genau das muss doch auch Verkehrsminister Bilger fahren haben – nicht das große Drama, sondern einfach diese lähmende Erkenntnis, dass man wieder nirgendwo ankommt. Wobei ich ihm sogar ein bisschen gleiche: Wenn selbst der Minister mit Verspätung und kaputten Klimaanlagen zu rechnen hat, ist das mMn fast ehrlich. Besser, als wenn er in nem klimatisierten Dienstauto perfekt durchgebracht hätte.

    Salzig, sauer, und immer online!

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