Warum wir alle so tun, als wären wir politisch informiert (und dann doch nicht)

  • Naja, moment — ich sag jetzt nicht, dass niemand was weiß. Aber ehrlich? Ich beobachte ständig, dass Menschen mega engagiert über Politik diskutieren, sich dann aber nie selbst informieren, sondern nur das weitergeben, was im Freundinnenkreis oder in der Timeline gerade Konsens ist. Mein Vater z.B. hat sich Jahre lang von einer Talkshow lenken lassen und dachte, er hätte eine eigene Meinung. War aber nur... Echo. Geht euch das auch so, dass ihr merkt, wie schnell wir alle in diese Blasen rutschen und dann wie verdammt sicher wir uns dabei fühlen? Was kostet uns da eigentlich, mal selbst zu recherchieren statt zu vertrauen?

  • Alwayshard Also das ist voll das Ding, gell – ich hab das auch bei mir selbst gemerkt. Ich war mal in Argentinien in einem Hostel mit so einem deutschen Typen, der hat mir eine Stunde lang über die lokale Wirtschaftspolitik erzählt, mega überzeugend, ich bin total darauf reingefallen. Später hat sich rausgestellt, er hat alles nur von einem Reddit-Thread mitgenommen und nicht mal die Zeitung gelesen. Und ich hab das einfach geglaubt, weil er so sicher geklungen hat, und ... ja, genau das ist das Problem. Wir verwechseln Überzeugung mit Wissen. Was mich ehrlich neugierig macht: Machst du da selbst eine Ausnahme? Also recherchierst du wirklich systematisch bei Themen, die dir wichtig sind, oder merkst du auch bei dir, dass du schnell in so eine Bestätigungsschleife rutschst?

    Salzig, sauer, und immer online!

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