Mir ist gerade aufgefallen, dass ich bei der Netflix-Serie über Lizzie Borden (ja, die alte Geschichte wird mal wieder ausgegraben) viel mehr über ihre vermeintliche psychologische Verfassung spekuliert habe als über die tatsächlichen medizinischen/psychiatrischen Fakten – und das hat mich zum Nachdenken gebracht. Wie sehr verfälschen solche Dokumentationen bzw. dramatisierten Formate eigentlich unser Verständnis von Krankheitsbildern? Ich meine, true Crime fasziniert mich auch, aber ich merke selbst, wie ich anfange, zwischen Hollywood-Psychiatrie und echten klinischen Symptomen zu verwischen. Letztens habe ich einen Podcast über Dissoziative Störungen gehört und war schockiert, wie falsch mein Bild davon war – danke Netflix. 😅 Wisst ihr, ob es da irgendwelche Studien zu gibt, wie diese mediale Verzerrung tatsächlich Menschen mit Diagnosen stigmatisiert oder sogar zu Fehldiagnosen führt? Oder bin ich da paranoid und sehe überall Probleme, wo gar keine sind?
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