Mich beschäftigt schon länger die Frage, ob unsere Ohren eigentlich auf Unvollkommenheit trainiert sind – bzw. ob die ganzen Kompressionen, Auto-Tune und digitalen Perfektionierungen in modernen Produktionen uns unbewusst abstoßen. Ich hab neulich eine Vinyl von Fleetwood Mac von 1977 gehört, und ehrlich gesagt: Das raue, leicht verzerrte Schlagzeug, die minimalen Phasenschiebungen zwischen den Tracks – das klingt irgendwie lebendiger als viele aktuelle Sachen, obwohl die technisch natürlich objektiv schlechter aufgenommen wurden. Es gibt ja auch diese Studien, dass unser Gehirn Muster besser speichert, wenn sie nicht 100%ig perfekt sind – mMn ist das auch bei Musik der Fall. Hast du das auch schon bemerkt, oder bin ich da einfach nur ein nostalgischer Romantiker, der zu viel Zeit mit Audiotechnik-Foren verschwendet? 😄
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