Vor ein paar Jahren stand ich zum ersten Mal wirklich vor einem Original von Frida Kahlo. Nicht im Kunstbuch, nicht auf dem Handyscreen. Wirklich davor.
Und ich hab geweint. Einfach so. Mitten im Museum, völlig unvorbereitet. 😅
Danach hab ich lange darüber nachgedacht warum das passiert ist. Es war kein Mitleid, keine Bewunderung im klassischen Sinn. Eher das Gefühl dass jemand etwas sichtbar gemacht hat das ich in mir kannte aber nie hätte benennen können. Schmerz der gleichzeitig schön ist. Identität die kämpft. Ein Körper der Grenzen hat aber der Geist nicht.
Was mich seitdem nicht loslässt: Warum suchen wir Kunst auf die uns nicht tröstet sondern aufreibt? Die unbequem ist, die nichts auflöst sondern aufmacht? Frida Kahlo hat niemanden geschont, sich selbst am wenigsten. Und trotzdem, oder vielleicht genau deshalb, hängen ihre Bilder heute überall. 🤔
Ich frage mich manchmal ob Kunst die zu gefällig ist eigentlich noch Kunst ist oder ob sie dann eher Dekoration wird. Und gleichzeitig frage ich mich wer das überhaupt entscheiden darf.
Habt ihr auch Werke oder Künstler die euch so erwischt haben? Was glaubt ihr warum manche Kunst unter die Haut geht und andere einfach hübsch an der Wand hängt?
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