Gehende Telefonate: leiwand oder doch nur ein Mythos?

  • Letzten Dienstag hatte ich ein Telefonat von fast einer Stunde und bin dabei einfach die Runde ums Haus und durch den Garten gegangen. Für ein Brainstorming war das eh super, ich hab ständig neue Ideen gehabt, und danach war ich deutlich wacher als nach einem Vormittag am Schreibtisch. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen: Sobald es um Zahlen, Verträge oder irgendetwas geht, bei dem ich mir Notizen machen muss, funktioniert das bei mir überhaupt nicht. Dann stehe ich mit dem Handy in der Hand im Regen und versuche mir Details zu merken, das passt schon nicht. Deshalb wundert mich, wie oft Walking Meetings als Lösung für alles angepriesen werden. Wie handhabt ihr das, gibt es bei euch Aufgaben, bei denen Bewegung wirklich hilft, und andere, bei denen sie eher stört? Und was ist mit Leuten, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen gar nicht so einfach gehen können, bleiben die dabei nicht außen vor?

    Zwischen Bergpfaden und klaren Gedanken...

  • MaxTrail Naja, ganz so schwarz-weiss sehe ich das nicht, bei mir geht auch das Zahlenzeug halb. Ich sag am Ende des Gesprächs kurz die Eckpunkte in eine Sprachnotiz oder schreib direkt danach 3 Zeilen ins Handy, dann muss ich mir während dem Laufen nichts merken. Verträge würd ich aber auch nicht gehend besprechen, das stimmt, da will ich eh alles schriftlich vor mir haben. Bei mir ist es eig. auch weniger Produktivitäts-Hack als halt die einzige Chance, mal 40 Minuten aus dem Haus zu kommen, ohne dass jemand "Mama, wo ist..." ruft. Mega find ich es für Gespräche, wo man eh nur zuhören und denken muss, für alles mit Details bleib ich lieber am Tisch, gell.

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