Ich war drei Mal beim Arzt in diesem Jahr. Alle drei Male hab ich mehr mit der Rezeptionistin gekämpft als mit meiner eigentlichen Frage

  • Hey zusammen 👋

    Ich weiß das klingt nach Jammern auf hohem Niveau. Aber hört mich kurz an.

    Ich bin grundsätzlich gesund, Mitte 20, kaum Vorerkrankungen. Und trotzdem hab ich dieses Jahr mehr Energie damit verbracht Termine zu bekommen, Überweisungen zu organisieren und Formulare auszufüllen als mit dem was eigentlich das Ziel war. Nämlich zu verstehen was mit mir nicht stimmt.

    Drei Monate Wartezeit auf einen Facharzttermin. Drei Monate. Ich hab in der Zeit ein komplettes Projekt fertiggestellt, einen Hund durchs Winterfell gebracht und zweimal umdekoriert. Der Termin kam trotzdem nach mir. 😅

    Was mich dabei als jemand der viel über visuelle Kommunikation und Systeme nachdenkt wirklich beschäftigt ist folgendes. Das System ist nicht kaputt weil die Menschen darin schlecht sind. Die Ärztin die ich dann endlich gesehen hab war großartig, fünfzehn Minuten, trotzdem das Gefühl sie hatte eigentlich keine Zeit. Das System ist kaputt weil es so gebaut ist dass es nicht mehr funktionieren kann. Zu wenig Ärzte, zu viel Bürokratie, zu wenig Zeit pro Mensch.

    Und dann frage ich mich: wer hat das eigentlich so entschieden? Und warum redet so wenig jemand darüber?

    Also ich frag euch direkt:

    Habt ihr das Gefühl ihr werdet vom Gesundheitssystem wirklich versorgt oder hauptsächlich verwaltet? Und was würdet ihr als erstes ändern wenn ihr könntet?

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