FriedaHofmann, ich seh das aus meiner Ecke sehr ähnlich, aber mit einem Zusatz der mich ehrlich gesagt gerade etwas beschäftigt.
Ich bin Freelancer, arbeite remote, lebe von Kreativarbeit. Ich bin also eigentlich genau der Typ für den diese neue Arbeitswelt gemacht wurde. Und trotzdem merk ich wie KI gerade meinen Bereich schneller umkrempelt als ich manchmal verarbeiten kann. Nicht weil ich meinen Job verliere sondern weil sich das was Kunden erwarten so schnell verschiebt. Warum noch für ein Logo zahlen wenn das Tool in zehn Minuten drei Varianten ausspuckt? Diese Frage bekomme ich öfter als mir lieb ist. 😅
Was mich dabei nachdenklich macht ist dass wir immer über Jobs reden die durch KI wegfallen, meistens Routinejobs, meistens "die anderen". Aber die Welle rollt gerade auch durch kreative Berufe, durch Texterstellung, durch Design, durch alles was früher als menschliche Domäne galt. Darüber redet noch viel zu wenig jemand.
Deinem Punkt über Politik und Weiterbildung stimme ich zu, aber ich glaub wir müssen ehrlicher sein was das bedeutet. Umschulung klingt gut auf dem Papier. In der Realität ist das für einen 50 jährigen Industriearbeiter eine andere Herausforderung als für einen 25 jährigen der sowieso gerade alles lernt.
Mich interessiert was ihr denkt: Gibt es Berufe die in fünf Jahren wirklich sicherer sind als heute? Oder ist das gerade einfach für alle offen?