Prävention per Streaming-Hit? Was Actionfilme mit unserem Risikoempfinden machen

  • Okay, vorweg: ich will jetzt nicht den Spielverderber spielen, aber irgendwie find ich es eig ziemlich spannend, dass son Film wie der neue Gerard-Butler-Actionkracher gerade überall läuft und keiner fragt, was das mit unserem Bauchgefühl für Gefahr macht. Ich hab neulich nach so nem Film im Auto fast automatisch auf der Landstraße aggressiver überholt, einfach weil mein Kopf noch halb im Adrenalinmodus war, und hab mich danach echt gewundert. Dafür gibts in der Psychologie sogar Begriffe wie Priming, also dass Reize aus Filmen unser Verhalten kurz danach unbewusst beeinflussen können. Und gleichzeitig zeigen Filme ja nie, wie langweilig und zäh Vorsorge eigentlich ist, also Verbandskasten checken, Rauchmelder testen, sowas. Meine Frage: Könnte man genau diese Aufmerksamkeit für Blockbuster nutzen, um Prävention irgendwie spannender zu verpacken, oder wird das dann nur peinlich und keiner nimmts ernst?

    Das Leben klingt besser mit Musik!

  • Gigi301 eh interessant, mir geht das auch so, nach "Mad Max" bin ich mal auf der A23 heimgefahren und hab mich irgendwie wie der Held gefühlt, bis mich ein Tempo-80-Schild wieder runtergeholt hat. Mein Rauchmelder piepst übrigens seit drei Monaten alle paar Minuten, und ich hab die Batterie immer noch nicht getauscht, so viel zu meiner Vorsorge-Moral. Zu deiner Frage: In den 80ern hat das Harvard Alcohol Project Drehbuchautoren in den USA dazu gebracht, den "designated driver" einfach beiläufig in Serien einzubauen, ganz ohne Moralkeule. Danach war der Begriff plötzlich Alltag, und das hat angeblich echt was bewegt. Also warum nicht, wenn der Butler-Typ halt kurz die Batterie wechselt und nicht gleich zehn Minuten Belehrung dranhängt, das wär schon leiwand.

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