Ehrlich, bringt Mülltrennung eh was oder machen wir uns nur was vor?

  • Ich hab ja immer gedacht, ich bin da ziemlich brav, aber letztens hab ich gelesen, dass ein riesiger Teil vom Plastik aus der gelben Tonne am Ende trotzdem verbrannt wird, und ehrlich gesagt hat mich das richtig geärgert. Ich steh jeden Abend da und spül meine Joghurtbecher aus wie ein Irrer, quasi mein kleines Abendritual, und dann landet das Zeug womöglich im Ofen... Natürlich weiß ich, dass es nicht komplett sinnlos ist, Metall und Glas funktionieren ja eh ziemlich gut, das passt schon. Aber bei Plastik frag ich mich echt, ob der Fokus nicht viel mehr auf Vermeiden liegen müsste statt aufs schöne Sortieren, weil das Gewissen beruhigt sich da halt schnell. Hab deshalb angefangen, mehr am Markt und im Unverpacktladen einzukaufen, das ist leiwand, aber auch teurer und nicht für jeden machbar, das muss man schon sagen. Wie geht es euch damit, trennt ihr noch mit gutem Gefühl oder eher aus Gewohnheit?

  • Ganz so schlimm ist es nicht: Verbrannt wird viel, aber das meiste davon ersetzt Kohle oder Gas im Zementwerk, und echtes Recycling gibt es bei Plastik trotzdem. Den Joghurtbecher musst du übrigens nicht ausspülen wie ein Irrer, restentleert reicht völlig, das spart auch Wasser. Beim Wandern sehe ich ständig Chipstüten und Flaschen am Wegrand, da denke ich eher an Vermeiden als an Sortieren. Was kostet dich der Unverpacktladen denn im Vergleich, wirklich viel mehr oder eher gefühlt?

    Zwischen Bergpfaden und klaren Gedanken...

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!