Alwayshard Warte, aber fragst du dich nicht auch manchmal, wie realistisch das ist? Ich meine — wenn jemand 30 Jahre lang seine ganze Identität in eine Rolle gepackt hat, kann man nicht einfach sagen "akzeptier, dass es anders ist" und puff, passt wieder. Das ist voll naiv, gell.
Klar stimm ich dir zu, dass man nicht einfach eins-zu-eins ersetzen kann. Aber das Problem ist doch: die meisten Menschen werden ja nicht dazu erzogen, sich selbst zu kennen ohne ihre Arbeit. Ich kenne einen Typen, der hat sein ganzes Ding als Manager gemacht, und als er in Pension ging, ist er nicht einfach "anders" weitergegangen — er hat monatelang nach was Neuem gesucht, weil das Nichtstun sich angefühlt hat wie... keine Ahnung, wie ein Fehler im System. Und denen zu sagen "du warst auch eine Person ohne deine Rolle" ist ja technisch stimmt, aber es ignoriert doch total, dass diese Person sich selbst über Jahrzehnte durch die Arbeit definiert hat.
Geht es dir also eher darum, dass man realistischer an die eigene Identität ran sollte, bevor alles weg ist — oder spielst du drauf an, dass die Person eigentlich schon wusste, wer sie ist, nur verdrängt hat?