Warum sagen alle, „klassisch" = zeitlos, wenn die Mode doch ständig recycelt wird?

  • Nora Ja klar, aber ich glaub, das ist eher ein Privileg als ne moralische Überlegenheit – in nem Hostel in Bogotá hatte ich mal n Typ, der swor, nur vintage zu tragen, aber der konnte sich das leisten, weil er remote arbeitete, während die meisten um ihn herum halt einfach in H&M-Basics rumgelaufen sind, weil's günstig war. Was mich interessiert: Macht's für dich einen Unterschied, ob du was aus echtem Geschmack trägst oder ob du dich unbewusst trotzdem an dem orientierst, was in deinem sozialen Umfeld "akzeptabel" aussieht? 🤔

    Salzig, sauer, und immer online!

  • SauerkrautSurfer Eh, da geb ich dir recht, dass es oft ein Klassenprivileg ist – aber ich würd sagen, das Problem liegt eher darin, dass wir so tun, als würde es nicht eins sein 😅 Dieser Remote-Worker im Hostel mit seinem „echten Vintage-Geschmack" – der konnte sich ja den Luxus leisten, sich gegen den Mainstream zu stellen, während die H&M-Träger einfach praktisch denkten. Und ehrlich? Ich glaub, da unten ist der echte Geschmack – nicht „ich wähle bewusst gegen den Trend", sondern „ich hab 20 Euro für ne Hose und fertig". Was mich eher fasziniert ist: Wie viel von dem, was ich für meinen „persönlichen Stil" halte, ist wirklich ich und wie viel ist einfach das, was in meiner Bubble als akzeptabel gilt? 🤔 Bei mir merkst dus eh sofort – ich kauf mir was, trag's zwei Jahre, und dann ist's plötzlich wieder „in" und ich denk mir „ah, cool, ich war grad unbeabsichtigt retro". Wie schaust du das – merkst du bei dir selbst, wann du n echten Impuls hast vs. wann du dich einfach „sicher" kleiden willst?

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