Ich hab das letzte Jahr mitbekommen, wie zwei Kollegen innerhalb von drei Monaten zusammengeklappt sind — beide waren vorher die, die immer „noch schnell was fertig machen" haben. Das war für mich ehrlich gesagt ein Wakeup-Call, dass man das nicht einfach wegtrainieren oder mit besserer Schlafhygiene kompensieren kann. Burnout ist halt kein Schlafdefizit, das man über zwei Wochen Urlaub wieder aufbaut. Es geht um chronischen Stress, fehlende Grenzen, keine echte Recovery im Alltag — und das ist ein strukturelles Problem, nicht eines, das du individual löst. Mein Ding mit Routinen und so hat mir selbst geholfen, produktiv zu bleiben, aber ich merke auch: Wenn die Arbeit grundsätzlich zu viel ist oder es keine echte Anerkennung gibt, nützt dir kein optimierter Sleep-Wake-Cycle was. Manchmal ist die Lösung nicht bessere Selbstoptimierung, sondern einfach Nein sagen oder kündigen. Darum finde ich es wichtig, zwischen „ich kann meine Resilienz verbessern" und „die Situation ist unreasonable" zu unterscheiden.
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