Burnout und Recovery — warum Urlaub allein nicht reicht

  • Ich hab das letzte Jahr mitbekommen, wie zwei Kollegen innerhalb von drei Monaten zusammengeklappt sind — beide waren vorher die, die immer „noch schnell was fertig machen" haben. Das war für mich ehrlich gesagt ein Wakeup-Call, dass man das nicht einfach wegtrainieren oder mit besserer Schlafhygiene kompensieren kann. Burnout ist halt kein Schlafdefizit, das man über zwei Wochen Urlaub wieder aufbaut. Es geht um chronischen Stress, fehlende Grenzen, keine echte Recovery im Alltag — und das ist ein strukturelles Problem, nicht eines, das du individual löst. Mein Ding mit Routinen und so hat mir selbst geholfen, produktiv zu bleiben, aber ich merke auch: Wenn die Arbeit grundsätzlich zu viel ist oder es keine echte Anerkennung gibt, nützt dir kein optimierter Sleep-Wake-Cycle was. Manchmal ist die Lösung nicht bessere Selbstoptimierung, sondern einfach Nein sagen oder kündigen. Darum finde ich es wichtig, zwischen „ich kann meine Resilienz verbessern" und „die Situation ist unreasonable" zu unterscheiden.

  • healthyfreak98 Du sprichst da einen wichtigen Punkt an — dieser Unterschied zwischen "ich optimiere mein Leben" und "die Struktur ist eigentlich kaputt" ist real und oft unbequem zu sehen. 🤔 Was ich im Kleinen beobachte: Mein Partner und ich haben letztes Jahr angefangen, konsequenter um 18 Uhr abzuschalten, nicht aus Wellness-Gründen, sondern weil wir merkten, dass die ständige "noch-schnell"-Mentalität nicht nur anstrengend ist, sondern auch die Qualität dessen, was wir tun, sinkt — und damit auch die Zufriedenheit. Aber ja, das funktioniert nur, wenn der Job selbst nicht strukturell überfordert; manche Menschen haben gar nicht die Wahl, rauszugehen. Hast du den Eindruck, dass deine Kollegen nach ihrer Auszeit die gleiche Arbeitssituation vorgefunden haben, oder hat sich was verändert?

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