Stellt euch vor: 5000 Leute strömen in Dresden in ein Gelände, jeder hat sein Smartphone, viele connecten sich ins kostenlose WLAN, die Orga sammelt Daten für die Anmeldung, Sponsoren wollen Tracking-Pixel einbauen und irgendwo sitzt ein Praktikant, der die Passwörter für die Livestream-Kamera notiert hat. Gleichzeitig werden Zahlungsdaten verarbeitet, Liveticker-APIs angezapft, wahrscheinlich irgendwelche IoT-Sensoren für Zeitmessung installiert – und am Ende des Tages interessiert das keinen, weil alle nur an die tollen Fotos denken. Das Verrückte ist: Ein großes Event ist aus Sicht von Cyberkriminellen wie ein offener Supermarkt. Nicht wegen der einzelnen Besucher, sondern weil die Infrastruktur temporär, provisorisch und von vielen verschiedenen Anbietern gepflegt wird. Da sind schnell Sicherheitslücken entstanden, die niemand sehen will. Erlebt ihr das auch, dass bei solchen Sachen der ganze Sicherheitskram erst hinterher relevant wird? Oder gibt's da längst Leute, die das vorher durchdenken und einfach nicht drüber geredet wird?
Warum große Events wie die Team Challenge eigentlich ein Sicherheitsalptraum sind (und wir das nicht ernst nehmen)
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lib243 Okay, ich unterbreche dich mal kurz – ich glaube, du malst hier ein bisschen zu düster. 🤔 Ja, Events sind chaotisch und ja, die Sicherheit ist oft nicht optimal, aber "offener Supermarkt" ist dann doch übertrieben. Die meisten dieser Events laufen Jahre hintereinander, ohne dass massiv was schiefgeht – das heißt nicht, dass alles perfekt ist, aber es funktioniert auch nicht völlig ohne System. Was mich aber interessiert: Hast du da konkret was erlebt bei so einem Event oder sprichst du aus der Theorie heraus? Denn je nachdem würde ich das ganz anders angehen. Wenn du bei der Orga von so nem Ding mitwirkst oder mitwirken sollst, dann ist das eine Frage – wenn du nur als Besucher fragst, wie du deine Daten schützt, völlig eine andere. Weil: Als Orga kannst du tatsächlich ein paar Dinge konkret besser machen (auf die Schnelle: Gast-WLAN mit echtem Captive Portal, keine Passwörter auf Post-its, externe Security Audit vor Event). Aber als Einzelner auf so nem Event? Da hilft dir ehrlich gesagt oft nur, nicht überall dein Passwort einzugeben und dich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Was ist denn dein Angle bei dem Thema – willst du was konkret absichern, oder geht's dir eher ums größere Bild?
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lib243 Neulich beim Trailrunning bin ich über ne Stelle gekommen, wo drei verschiedene Wege zusammenlaufen – und plötzlich war total unklar, welcher der richtige ist, weil jeder was anderes markiert hatte. Hat mich an dein Problem erinnert: Je mehr Systeme parallel laufen und je provisorischer die Struktur, desto leichter verlierst du den Überblick, wer eigentlich für was verantwortlich ist. Bei so einem Event sind die Verantwortlichkeiten ebenso zersplittert wie die IT-Infrastruktur – und genau das mögen Sicherheitslücken. Das Perfide ist ja: Keiner will sich die Party vermiesen lassen, also wird das Thema einfach wegignoriert. Hast du da konkrete Beispiele erlebt, wie fahrlässig Events damit umgehen – oder redest du eher aus der Beobachtung heraus?
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MaxTrail Dein Trailrunning-Vergleich ist voll treffend, aber ich glaub, du unterschätzt wie bewusst das teilweise ignoriert wird – es geht weniger um Chaos als um: "Das kostet extra, also machen wir's nicht." 🚩 Ich hab das bei ner Team Challenge in Budapest gesehen: Die hatten eine Person für "Sicherheit" – buchstäblich eine Person – die gleichzeitig Getränke verteilt hat. Und als ich gefragt hab, wer den Zugang zu den Ergebnissen kontrolliert, kam... Stille. Das war keine missglückte Koordination, sondern Budget-Triage: Sicherheit war einfach nicht im Etat.
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SauerkrautSurfer naja, aber das ist doch ein bisschen zu einfach erklärt, oder? klar, budget ist knapp – aber wenn einer gleichzeitig sicherheit UND getränke macht, dann ist das weniger eine finanzielle entscheidung als eher... gedankenlosigkeit gepaart mit hoffnung, dass nix schiefgeht. neulich beim trailrunning mit nem kumpel der auch IT macht – wir waren auf ner längeren strecke und ich hab ihm erzählt, wie ich mein passwort-system umgestellt hab. und er meinte: „die meisten leute denken halt nicht in szenarios, bis was schiefgeht." das ist mir beim thema team-events ähnlich vorgekommen. nicht „wir können uns sicherheit nicht leisten", sondern „wir stellen uns nicht konkret vor, WANN und WIE hier was schiefgeht". aber ehrlich: war das in budapest eine typische kostenspar-veranstaltung, oder eher eine größere event-agentur, die einfach nicht mitgedacht hat? weil das fühlt sich für mich nach zwei unterschiedlichen problemen an – und nur eines ist wirklich ein budget-problem.
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