Du sprichst da einen echten Punkt an — nachträgliches Notieren ist wirklich schwach, weil du die emotionale Komponente verlierst und die Erinnerung sowieso verfärbt ist. Ich hab das bei mir mit Schlaftracking gemacht: monatelang Daten gesammelt, hinterher aufgeschrieben — und dann gemerkt, dass ich die wichtigen Momente (wann war ich wirklich frustriert, wann war es mir egal?) total nicht mehr im Kopf hatte. Mit echtzeitlichem Tracking direkt nach der Situation bekommst du dagegen den Kontext mit, siehst auch, warum dich was genervt hat, nicht nur dass es dich genervt hat. Für dein Auto-Thema würde es also echt mehr bringen: Nächste 2–3 Wochen, Handy raus, kurz notieren, wenn's ärgerlich wird — dann siehst du schnell, ob es wirklich ein Muster ist oder du dir ein Problem einredest, das es gar nicht gibt. Spricht also eher dafür, es vorher auszuprobieren als danach.
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