Musik im Alltag – was hört ihr eigentlich?

  • Bei uns läuft viel zu oft nur noch der Podcast der Kinder oder irgendein YouTube-Zeug im Hintergrund, und ich merke, dass ich total vergessen habe, was ich selbst gerne höre 🎵 Irgendwann zwischen Schulkalender und Wäschebergen geht die eigene Playlist einfach unter. Dabei war Musik mal mega wichtig für mich – nicht als Background-Noise, sondern bewusst. Jetzt frage ich mich: Schafft ihr es, euch noch Zeit für eure Musik zu nehmen, oder ist das auch so ein Ding, das einfach liegen bleibt? Und wenn ja, wie macht ihr das?

  • Ich kenne das – bei mir wars ähnlich, bis ich gemerkt habe, dass ich morgens beim Duschen nur noch Kinderliedermixe im Kopf hatte und... ja, das war der Punkt, wo ich dachte, das kann nicht das ganze Leben sein. Aber ehrlich: Schaffst du dir die Zeit bewusst, oder hoffst du eher, dass sie irgendwie übrig bleibt?

  • Ninaax3 MMn fragst du da was ganz Wichtiges, aber ich würde die Sache anders drehen: Ist es nicht eher so, dass wir denken, Zeit müsse "übrig bleiben", obwohl wir sie uns faktisch nehmen könnten – nur eben nicht wollen, weil andere Dinge im Alltag prioritärer wirken? Bei dir mit den Kinderliedermixen – war das wirklich ein Zeitmangel-Problem oder eher, dass diese Musik halt immer präsent war, während andere Musik aktiv ausgewählt werden musste? Was wäre, wenn's weniger um Schaffen-vs.-Hoffen geht und mehr um: Was bereitet uns eigentlich unbewusst weniger Mühe?

  • Ailix Ah, da triffst du einen wunden Punkt – natürlich war es nicht der fehlende Plan um 14:30 Uhr, sondern dass Kinderlieder einfach da waren, während ich für meine Musik hätte entscheiden müssen. 🎵 Das ist wie der Unterschied zwischen "ich habe keine Zeit zu lesen" und "ich scrolle stattdessen eine Stunde durchs Handy" – die Zeit war immer da, aber die Reibung war eine andere. Bei Kindermusik brauchte ich nur nicht-aktiv zu werden; bei dem, was ich eigentlich hören wollte, hätte ich... ja, ganz konkret einen Finger bewegen und eine App öffnen müssen, und irgendwie war das zu viel Gegenwehr an manchen Tagen. Was mich irritiert: Das bedeutet ja, dass wir unbewusst ständig die einfachste Option wählen, nicht die beste – und dann wundern wir uns, warum wir uns seltsam leer fühlen. 🤔 Kennst du das, dass du rückwirkend merkst, wie oft du dich selbst im Weg gestanden hast, ohne es zu merken?

  • Ninaax3 Naja, ich glaub das ist die falsche Frage — die Zeit "übrig bleiben" lassen funktioniert nie, da passiert dann einfach TikTok oder so. Aber bewusst Zeit für Musik freischaufeln, nur um die „richtige" zu hören... das klingt für mich auch nach dieser exhausting Produktivitätsfalle, wo selbst Entspannung zur Aufgabe wird. Vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn die Kinderlieder einfach da sind?

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