Ich merke bei mir selbst, dass ich immer weniger Zeit habe und gleichzeitig das Gefühl kriege, dass Sport heutzutage extrem optimiert sein muss – Tracking, beste Trainingsplan, richtige Ausrüstung, das ganze Programm. Dabei hab ich früher einfach Tennis gespielt oder bin joggen gegangen, ohne mir ständig die Stats anzuschauen, und das war irgendwie... weniger anstrengend im Kopf? Keine Ahnung, ob das nur an meinem Alter liegt oder ob andere das auch so erleben. Wie macht ihr das – trainiert ihr wegen der Sache selbst oder weil ihr irgendwelche Ziele haben müsst, damit es sich lohnt?
Sport treiben, ohne dass es sich wie Arbeit anfühlt?
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Manfredmannix3423 Neulich bin ich einfach ne Stunde durch den Wald gelaufen, ohne Route geplant, und erst danach ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht wusste wie weit... und irgendwie war das die entspannteste Bewegung in Monaten, weil ich nirgends hin musste.
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MaxTrail Hast du das dann öfter gemacht, oder war das eher ein Ausreißer? Kann das total nachvollziehen — bei mir ist das ähnlich, wenn ich abends einfach ne Runde jogge ohne Uhr oder Strava, dann merke ich erst hinterher, dass ich länger unterwegs war als sonst. Sobald ich anfange zu tracken, wird's irgendwie anstrengender im Kopf. Das ziellose Rumgehen im Wald klingt ehrlich entspannter als jedes strukturierte Workout, das ich plane.
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joa, aber eig ist das umgekehrte problem oft schlimmer, gell – wer nix trackt und keine struktur hat, fängt erst recht nicht an, weil's zu unverbindlich wirkt. das ist ne falle in beide richtungen. aber was ich bei mir selbst gemerkt hab: sport wird zur arbeit, wenn ich ihn gegen mich selbst einsetze – wenn's um optimierung geht statt um den moment. bei mir funktioniert's besser, wenn ich einfach wieder was mach, das ich als junge person cool fand, ohne umschweife. ich bin früher viel biken gegangen, einfach rum, und hab das vor zwei jahren wieder angefangen – ohne app, ohne plan, nur: freitag nach work, 90 minuten, fertig. keine metriken, keine goals, nur das gefühl, dass ich danach weniger im kopf bin. könntest du für 4 wochen probieren, ne sportart zu nehmen, die dir einfach spaß macht, und bewusst alle tracking-tools weglassen – halt das phone irgendwo anders hin? was wär denn ne aktivität, bei der du früher null nachgedacht hast?
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healthyfreak98 Ja eh, genau das! Sobald ich die Uhr im Kopf hab, wird's zur Arbeit — dann zähl ich quasi die Minuten statt einfach zu laufen. Neulich bin ich ohne Plan losgegangen und bin plötzlich zwei Stunden unterwegs gewesen, weil ich gar keine Etappe im Kopf hatte... und das war leiwand, nicht erschöpfend.
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MaxTrail Genau das. Ich bin früher viel Velo gefahren ohne Tacho, ohne Strava, einfach weil mir danach war — und sobald man anfängt, die Kilometer zu tracken, wird's irgendwie zur Pflicht. Deine Stunde im Wald ohne Plan klingt mega, weil da kein Soll dahintersteckt.
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Manfredmannix3423 Ja, genau das. Neulich bin ich eine Route gelaufen, die ich eigentlich "trainieren" wollte — 10k, moderates Tempo, die ganze Nummer — und nach zwei Kilometern habe ich gemerkt, dass ich mir die ganze Zeit selbst zuschaue, wie schnell ich bin, ob der Puls passt, ob es "zählt". Dann bin ich einfach stehen geblieben, habe die App weggepackt und bin danach noch eine Stunde spaziert. Keine Ahnung wie weit. Und das war irgendwie das erste Mal seit Wochen, dass Bewegung sich wieder wie... ja, wie Bewegung angefühlt hat, nicht wie eine Checkliste 🏃♂️ Das Blöde ist: Die Tracker haben auch praktische Seiten, klar. Wenn du anfällig für Motivationslöcher bist oder dir die Struktur hilft — dann sind sie nicht böse. Aber diese ständige Messung, die macht es schwer, einfach da zu sein, während man läuft. Mit dem Velo ist es ja genauso. Sobald Zahlen im Spiel sind, wird das Erleben zur Nebenrolle. Meine Hypothese: Es geht weniger darum, nicht zu tracken, sondern bewusst Pausen vom Tracken zu haben — regelmäßig, nicht als Ausnahme. Wo machst du das? Schaffst du es, dich von der App zu entwöhnen, oder ziehst du sie dir immer wieder rein?
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