mir is aufgfallen, dass ich mittlerweile 3-4 stunden podcasts pro woche konsumier — nicht weil i so viel zeit hab, sondern weil die dinger einfach immer länger werden. früher waren 45 minuten normal, jetzt sind's oft 2+ stunden und das wird irgendwie als qualitätsmerkmal verkauft, als würd längere laufzeit = bessere inhalte bedeuten. dabei frag i mich: is das net eher ein zeichen dafür, dass wir alle zu wenig editieren? dass alles rausmuss statt dass man sich traut, die harten takes rauszuschneiden? ich hab da irgendwie den verdacht, dass weniger struktur auch weniger denk-arbeit vom podcast-macher verlangt — einfach zwei leut reden lassen, 3 stunden aufnehmen, hochladen, fertig. und ich fall drauf rein, weil i während arbeiten / fahren hören kann. aber ist das echt konsumieren oder eher passive berieselung? wie macht ihr das — hört ihr auch so lange formate? oder seid ihr eher team: lieber 30 minuten prägnant statt 2 stunden laberei?
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