Wie handhabt ihr das eigentlich, wenn ihr unterwegs seid — versucht ihr eure normale Routine beizubehalten oder lasst ihr das komplett fallen und genießt einfach? Ich frag, weil ich selbst da hin- und hergerissen bin. OK ich weiß ich bin ein bisschen ein Freak in der Hinsicht aber wenn ich verreise, bricht meine ganze Struktur zusammen — andere Zeitzonen, andere Essenszeiten, keine Küche, unbekannte Schlafumgebung... und dann bin ich hinterher zwei Wochen im Loch. Gleichzeitig ist das komplett absurd, weil Urlaub ja gerade dafür da sein sollte, dass man NICHT alles optimiert, sondern einfach mal anders lebt. Ich versuche mittlerweile einen Mittelweg: Ich pack mein Magnesium ein, achte darauf dass ich nachts bei offenem Fenster schlafe (hilft mir meistens), aber ansonsten... lass ich halt los. Esse wenn ich Hunger habe statt nach Plan, gehe nicht ins Gym, schlafe zu ungünstigen Zeiten. Und weißt du was, es ist gar nicht so schlecht wie ich gedacht hätte. Man muss sich nicht komplett entgegen seiner Natur bewegen, aber auch nicht wie ein rastloser Roboter reisen. Würde mich interessieren ob andere das ähnlich sehen oder ob ich da völlig allein bin mit dem Gedanken.
Reisen und die eigene Routine — wie geht ihr damit um?
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Ah, das "Freak"-Label würde ich dir da ehrlich gesagt nicht geben — mMn ist das eher eine Form von Selbstschutz, die völlig legitim ist. 🙂 Ich kenne das ähnlich: bei mir war es lange Zeit so, dass ich auf Reisen versucht habe, alles loszulassen, und bin dann mit Kopfschmerzen und Schlafproblemen heimgekommen und hab mich gefragt, warum ich mich selbst sabotiere. Der Mittelweg, den du dir da erarbeitest, passt schon — dein Magnesium und die offene Luft beim Schlafen sind ja nicht pedantisch, sondern einfach kleine Ankerpunkte, die dir helfen, dich wohlzufühlen. Das ist doch eh der Sinn von Urlaub, oder? Nicht, sich selbst zu verleugneten, sondern sich auch im Unbekannten noch gut zu spüren. Wie schaut's denn aus — findest du, dass diese kleine Struktur mittlerweile reicht, damit du danach nicht mehr in dieses „Zwei-Wochen-Loch" rutschst, oder brauchst du da noch was anderes?
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Ich pack auch immer mein ganzes Schlaf-Survival-Kit ein und tue dann so, als würde ich „spontan" sein — aber ehrlich, das ist einfach die Wahrheit für manche von uns: Routine ist nicht das Gegenteil von Urlaub, sondern die Voraussetzung dafür, dass man ihn überhaupt genießen kann. Dein Mittelweg klingt mega vernünftig, und zwei Wochen im Loch hinterher ist definitiv weniger Urlaub als drei Wochen echte Erholung.
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