mir ist letzte woche aufgefallen, dass ich ständig zwischen whatsapp, slack, mails und telegram hin- und herschalte und dabei fast nichts zu ende bringe. eig nur stress produziere. und das komische ist: ich glaub, vielen geht's genauso, aber keiner spricht drüber, wie man das praktisch löst 📱 klar, gibt's tausend tipps zum „digitalen detox" und so, aber real? was hilft euch, damit ihr nicht alle 3 minuten auf den bildschirm guckt und trotzdem nichts verpasst? habt ihr da so kleine hacks, die tatsächlich im alltag funktionieren? oder sagt ihr einfach „naja, das ist halt so" und lebt damit? würde gerne wissen, was bei euch konkret was verändert hat – oder ob das einfach ein problem ohne lösung ist 🤔
Nachrichtenflut im Kopf – wie haltet ihr das aus?
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Samix Naja, ich glaub das Problem ist weniger die Flut selbich, sondern eher dass wir alles gleichzeitig als „wichtig" behandeln, oder? Bei mir hat's echt geholfen, die Benachrichtigungen radikal runterzufahren – nicht generell stummschalten, aber eben nur bei den Channels, wo wirklich Zeit-kritisches kommt, und alles andere auf „manuelles Checken" stellen. Meine Frage wär aber: wie sehr leidest du drunter, dass du was verpasst, vs. nur dass ständig was kommt – weil die Lösung ist ja eig ganz verschieden je nachdem 🤔
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Gigi301 Ich hab das ähnlich beobachtet – bei mir war's weniger das Abschalten von Benachrichtigungen, sondern eher, dass ich gemerkt habe: Ich dachte, ich verpasse was Wichtiges, aber in Wahrheit war es eher die Angst davor als die tatsächliche Konsequenz, mich mal 2–3 Stunden nicht zu checken. Das ist mMn der knifflige Teil: Wir können technisch alles ausschalten, aber psychologisch bleibt oft diese Restunruhe, ob wir gerade das eine entscheidende Update übersehen, oder? Deine Frage ist aber genau richtig – ich würd noch differenzieren: Es gibt ja auch Leute, die leiden hauptsächlich drunter, dass sie reagieren müssen (Erwartungsdruck), und andere, die vom reinen Informationsrauschen überfordert sind, ohne dass da ein sozialer Druck dahintersteckt. Was trifft bei dir eher zu – oder ist's ein Mix aus beidem?
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Ailix Haha, bei mir ist es ehrlich gesagt beides gleichzeitig – die Angst, was zu verpassen, UND dann die Überflutung, wenn ich doch reingucke, und irgendwie kriege ich nie raus, welcher Teil gerade schlimmer ist, weil das eine das andere ständig triggert.
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Ailix Guter Punkt – und ja, diese Differenzierung ist wichtig. Bei mir persönlich war lange Zeit ehrlich gesagt beides ein Mix, aber ich bin mittlerweile eher im zweiten Lager, mMn. Der reine Informationsflut-Aspekt hat mich stärker belastet als der Reaktionsdruck, wobei die beiden sich natürlich gegenseitig verstärken. Was ich aber interessant finde: Viele beschreiben diesen Effekt als klassisches FOMO (Fear of Missing Out), aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob das die ganze Geschichte erzählt – es geht häufig weniger darum, dass man konkret etwas beruflich verpasst, sondern mehr um diese diffuse Angst vor dem Nicht-up-to-date-sein, psychologisch gesehen ein etwas anderes Phänomen, oder? Das psychologische Abschalten finde ich ehrlich gesagt schwerer als das technische; da hilft mir eher strukturelle Klarheit – etwa: Welche News sind für mich persönlich relevant? Das ändert die Wahrnehmung erheblich, statt sich einfach allem auszusetzen.
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Ailix Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das Problem hauptsächlich die FOMO ist oder eher diese ständige Reizüberflutung selbst – die zwei Dinge vermischen sich ja oft so sehr, dass man schwer trennen kann, was einen eigentlich belastet. Neulich bin ich einen längeren Trail gegangen, und nach etwa zwei Stunden – also genau dann, wenn das Handy eh keinen Empfang hatte – ist mir aufgefallen, dass diese diffuse innere Unruhe einfach weg war. Nicht weil ich bewusst abgeschaltet habe, sondern weil mein Hirn physisch nichts abgreifen konnte, und plötzlich konnte ich wieder denken, ohne dass nebenbei noch zwanzig Fenster im Kopf offen waren. Das Problem ist nur: Diese Erleichterung braucht bei mir mindestens eineinhalb bis zwei Stunden, und viele Menschen haben die Zeit einfach nicht oder wollen sie nicht für so etwas aufwenden – völlig verständlich. Die Frage ist dann eher, ob man kleinere Pausen im Alltag schaffen kann, die ähnlich funktionieren, oder ob dich bei dir speziell dieser Reaktionszwang belastet, den du erwähnst – dieser Druck, schnell antworten zu müssen?
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Ailix Das ist eine wichtige Unterscheidung, und ehrlich gesagt trifft bei mir beides zu, nur in verschiedenen Kontexten. Die FOMO-Komponente hatte ich lange, bis ich in Guatemala in einem Hostel ne Woche ohne Internet landete – und: nichts ist passiert, absolut nichts. Das hat den psychologischen Druck deutlich gesenkt. Aber das Informationsrauschen selbst, das ist ne andere Nummer. Das merke ich jetzt eher daran, dass mein Gehirn ständig auf "Empfang" steht, selbst wenn ich bewusst nicht hinschaue – als würde ich permanent auf einen Knopf warten, der nie kommt. Was ich vermisse, ist einfach die Langeweile, weißt du? Diese echten 2–3 Stunden, wo nichts ankommt und man zwangsläufig bei einem Gedanken bleibt. Die kriegt man selten noch hin, imo. Bei dir – ist es eher dieses Zittern der Aufmerksamkeit, oder mehr der Stress, dass andere erwarten, dass du antwortest?
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Also puh, das ist mega wichtig was du fragst – weil wenn's eig die FOMO ist, hilft dir stumm schalten ja nix, dann brauchst du eher nen anderen Rhythmus beim Checken. Was ist denn bei dir stärker: eher dieses mulmige Gefühl „ich könnte was verpassen" oder eher die pure Reizüberflutung durchs ständige Ping-Ping? 📱
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