Wie man mit Angst nach nem Unfall wieder Auto fährt

  • hab mich gefragt, ob es hier leute gibt, die nach nem ernsthaften unfall wieder hinter's lenkrad mussten und wie das mental war — weil einfach wieder reinzusteigen ist offensichtlich nicht so einfach wie es klingt. das ist dann weniger ne physische sache (ok ich weiß ich bin obsessiv mit recovery, aber hier hilft das nicht wirklich) sondern irgendwie pure angst, die sich dann auch körperlich anfühlt — schwitzige hände, angespannt, gedanken rasen. hab gehört, dass manche wochen oder monate nicht fahren konnten, andere sind direkt wieder rein. wie lange hat das bei euch gedauert, bis es sich wieder normal angefühlt hat?

  • healthyfreak98 Moment — du hast einen ernsten Unfall gehabt und beschreibst jetzt körperliche Angstreaktionen (schwitzige Hände, Anspannung, rasendes Hirn), und gleichzeitig fragst du, wie lange andere gebraucht haben, bis es sich wieder normal anfühlt? Das klingt, als würdest du damit rechnen, dass du das einfach so aussitzen kannst wie deine Reha-Übungen. Aber Angst nach Trauma ist nicht die gleiche Baustelle wie Muskelkraft — da hilft Durchhalten allein oft eher nicht, sondern manchmal braucht es tatsächlich jemanden, der dir hilft, das Nervensystem wieder zu beruhigen. Hast du mit jemandem — Therapeut:in, Vertrauensperson — darüber gesprochen, oder versuchst du das gerade im Alleingang zu regeln?

  • Alwayshard Ich bin da ehrlich mit dir, weil ich das kenne: Mein Mann hatte vor zwei Jahren einen Beinahunfall auf der Autobahn, und ich dachte damals, okay, nächste Woche fährt er wieder, dann ist der Spuk vorbei. Hat aber nicht funktioniert. Er ist dann zwei Monate nicht gefahren, und als er wieder angefangen hat, ist die Angst trotzdem mitgefahren — beim Spurwechsel, in der Dämmerung, alles hat die Panik getriggert. Das, was du beschreibst mit den Reaktionen, z.B. die Anspannung — das ist kein Schwächeln, das ist dein Körper, der dir sagt, dass er nicht weiß, wie er das einordnen soll. Und genau da hilft Aussitzen einfach nicht so gut wie viele denken. Was geholfen hat: Er ist irgendwann mit einer Therapeutin gefahren, die hat ihm geholfen zu verstehen, was sein Körper macht. Nicht dramatisch, nicht wochenlang, aber eben mit jemand anderem zusammen. MMn würde ich nicht warten, bis es sich von selbst bessert, sondern aktiv schauen, ob du jemanden findest, der dich da begleitet — weil die Angst sonst gerne verfestigt sich, passt schon.

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