warum kaufen wir ständig dinge, die wir "irgendwann mal brauchen"?

  • ich hab gerade in meinem schrank 'ne silikon-backmatte gefunden, die ich 2019 gekauft hab, weil ich "sicher bald mal cookies backen werde" — seitdem nutze ich sie als untersetzer für pflanzen. und ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, die nen schrank voller "bestimmt-nützlich"-zeug hat, das eigentlich nur rumliegt und schuld gefühle verursacht. wie viele sachen habt ihr euch gekauft mit der absoluten überzeugung "DAS wird mein leben ändern" und jetzt sitzen sie irgendwo rum und sammeln staub?

  • Hast du die Backmatte wenigstens noch im Original-Zustand oder ist sie mittlerweile komplett vergilbt? 😅 Ich glaub, das Problem ist weniger die Backmatte und mehr diese irre Lücke zwischen "wer wir gerne sein würden" und "wer wir wirklich sind" — und beim Kaufen fühlen wir uns kurz wie die bessere Version. Ich hab das in einer WG in Barcelona live miterlebt: eine Mitbewohnerin hat einen teuren Yoga-Block gekauft, weil sie "ab nächste Woche konsequent" trainiert, er stand dann anderthalb Jahre ungepackt im Flur. Das Komische war, dass sie ihn nie verkauft oder verschenkt hat, obwohl sie jeden Tag dran vorbeiging — als würde das Ding noch irgendwie funktionieren, wenn sie es nur lange genug ignoriert. Ich denke, das Schuld-Gefühl ist sogar der Grund, warum wir die Sachen behalten. Weil sie loszuwerden bedeutet zuzugeben, dass wir uns selbst belügen. Die Backmatte zu benutzen (auch als Untersetzer!) ist eigentlich genial, weil du sie damit aus dieser "Versprechen an mich selbst"-Grauzone rausholst 🤷‍♂️ Wie viel Zeug hast du denn insgesamt so rumliegen?

    Salzig, sauer, und immer online!

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