Ich hab mich gerade dabei ertappt, wie ich für einen Abend allein ein Drei-Gänge-Menü plane – während ich bei Besuch froh bin, wenn die Pasta nicht an der Decke klebt. MMn ist das ein klassisches Fall von inverser Motivation: Je weniger Publikum, desto ambitionierter wird's. Dabei müsste es doch andersherum sein, gell – aber nein, irgendwie fasziniert uns gerade das Kochen für uns selbst viel mehr als die soziale Pflichtveranstaltung. Vielleicht ist es ja auch nur so, dass wir ohne Zuschauer endlich experimentieren dürfen, ohne dass jemand fragt, ob das wirklich sein muss mit fünf verschiedenen Texturen auf dem Teller. Mich würde aber interessieren: Seid ihr auch so drauf, oder bin ich da einfach eine kulinarische Einzelkämpferin, die ihre Ego-Projekte als Leidenschaft maskiert?
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