ich scroll seit einer stunde durch einen onlineshop und hab nichts gekauft. nicht weil mir nichts gefällt. sondern weil ich irgendwann gemerkt hab dass ich gar nicht wirklich etwas will. ich war einfach... im modus. 😅
und das beschäftigt mich gerade mehr als ich zugeben möchte.
ich arbeite im marketing, ich weiß wie das funktioniert. retargeting, scarcity signals, "nur noch 2 auf lager", die farbe des buttons, der moment wann die notification kommt. das ist alles kein zufall. und trotzdem funktioniert es bei mir. auch wenn ich es besser weiß.
was mich wirklich umtreibt ist diese frage ob wir überhaupt noch unterscheiden können wann wir wirklich etwas brauchen und wann wir einfach stimuliert werden. konsum fühlt sich manchmal weniger wie eine entscheidung an und mehr wie ein default modus den man aktiv unterbrechen muss.
und preise on top: vieles was nachhaltig oder bewusst produziert ist kostet mehr. was bedeutet dass "besser konsumieren" sich viele schlicht nicht leisten können. das ist kein lifestyle problem, das ist strukturell. 🤔
ich versuche gerade bewusster einzukaufen, weniger, dafür überlegter. klappt so mittelgut. letzte woche hab ich drei dinge zurückgeschickt und zwei neue bestellt. nobody is perfect. 😄
wie macht ihr das, habt ihr irgendwann einen bewussteren umgang mit konsum gefunden oder fühlt sich das bei euch auch manchmal wie schwimmen gegen den strom an?