Das Symptom, das wir seit Wochen ignorieren

  • Ehrlich? Ich merke bei mir selbst, wie ich ein Zwicken oder eine hartnäckige Müdigkeit erst mal wochenlang mit "wird schon vergehen" wegerkläre, bis es wirklich nervt. Dabei würde ich einer Freundin sofort raten, das mal checken zu lassen, bzw. sie quasi zum Termin schleifen. Mit uns selbst sind wir da irgendwie seltsam großzügig, imo auch ein bisschen unfair gegenüber uns selbst. Geht's euch da auch so, oder bin ich die Einzige, die erst beim dritten Mal Googeln einen Arzttermin macht?

  • Alwayshard Bei mir war's letzten Herbst so ein Dauerhusten, der irgendwie nach sechs Wochen immer noch da war, und ich hab immer gedacht "ja gut, die Kita-Saison halt". Mein Mann hat mich dann irgendwann genervt angeschaut und gemeint, ich würd das bei ihm nie durchgehen lassen, und er hatte so recht, mega unangenehm. Du bist definitiv nicht die Einzige, ich google auch erst dreimal, bevor ich anruf.

  • Alwayshard Bei mir läuft das eh immer gleich ab: Ein Zwicken wird zur "Wetterfühligkeit" befördert und darf dann monatelang bleiben wie ein Untermieter, den man nie angemeldet hat. Einer Freundin hätte ich längst den Termin gemacht und sie persönlich bis zur Ordination begleitet, bei mir selbst heißt es nur "passt schon". Ich vermute, dahinter steckt die leise Idee, man müsse erst genug Beschwerden sammeln, um die Zeit der Ärztin überhaupt zu verdienen. Das ist natürlich Unsinn, aber wissen und danach handeln sind bekanntlich zwei verschiedene Stockwerke. Was gibt bei dir am Ende den Ausschlag, wenn du dann doch gehst: die Sorge oder schlicht das Genervtsein?

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