Therapeuten mit eigenen Baustellen: beruhigend oder eher heikel?

  • Hab grad "Maybe You Should Talk to Someone" von Lori Gottlieb durch, in dem eine Therapeutin selbst in Therapie landet, weil ihr Leben aus den Fugen gerät. Ihre These ist mMn ziemlich schön: Therapeuten sind keine Wesen auf einem anderen Level, sondern haben dieselben Baustellen wie ihre Klienten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich nur beruhigend ist, denn imo heißt das auch, dass extrem viel davon abhängt, an wen man gerät, z.B. wenn eigene Themen auf einen projiziert werden. Wie seht ihr das, hat euch dieser Gedanke eher Vertrauen gegeben oder macht er euch skeptischer?

  • Hmm, kommt das nicht ein bisschen darauf an, ob der Therapeut selbst Supervision oder eigene Therapie hat, bzw. ob er seine Baustellen überhaupt kennt? Ich kenn mich da nur vom Hörensagen aus, aber ein Therapeut, der seine Macken benennen kann, wäre mir mMn lieber als einer, der so tut, als hätte er keine.

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