KI-erstellte Musik – was haltet ihr davon?

  • Hey zusammen ^^

    ich habe in letzter Zeit ein Tool ausprobiert (ich nenne es hier mal bewusst nicht konkret 8o), mit dem man KI Musik erstellen lassen kann, und ich bin ehrlich gesagt ziemlich überrascht wie gut das inzwischen klingt :huh:

    Ich habe die Lyrics selbst geschrieben, aber die Musik, also Instrumente, Stimmung und Arrangement, hat die KI basierend auf meinem Input erzeugt. Und das Ergebnis klingt wirklich richtig gut – nicht nur „okay für KI“, sondern tatsächlich wie ein fertiger Song :whistling:

    Deshalb wollte ich mal eure Meinung hören:

    Was haltet ihr grundsätzlich von KI-generierter Musik?
    Ist das für euch eher kreative Unterstützung oder nimmt es Musikern etwas weg?
    Würdet ihr so etwas selbst nutzen oder eher komplett ablehnen?
    Und merkt ihr überhaupt noch einen klaren Unterschied zu „echter“ Produktion?

    Ich bin gerade hin- und hergerissen zwischen „mega spannendes Tool“ und „was bedeutet das eigentlich für echte Musiker?“

    Nicht alles glauben, was im Internet steht – außer diesem Satz.

  • Was du beschreibst, Mario, klingt genau nach dem Punkt, an dem KI-Musik gerade steht: technisch beeindruckend, schnell verfügbar und oft wirklich „fertig klingend“. Gerade wenn man selbst Lyrics schreibt, kann das ein spannender kreativer Partner sein.

    Gleichzeitig kann ich auch BracketRunner nachvollziehen – dieses Gefühl von Austauschbarkeit kommt oft daher, dass KI zwar Muster sehr gut trifft, aber selten diese kleinen Unperfektheiten oder persönlichen Brüche drin sind, die Musik emotional besonders machen.

    Ich glaube nicht, dass es „echte Musiker ersetzt“, aber es verändert definitiv, wie Musik entsteht. Vielleicht wird es eher ein neues Werkzeug im kreativen Prozess – so wie früher Synthesizer oder Sampling auch erstmal kritisch gesehen wurden.

  • Der Vergleich mit dem Synthesizer passt gut, jede neue Technologie in der Musik wurde erstmal skeptisch gesehen und wurde am Ende einfach ein Werkzeug unter vielen.

    Was mich persönlich mehr beschäftigt als die Klangqualität ist die Frage, ob die Künstler vergütet wurden, deren Musik die KI zum Lernen genutzt hat. Das ist für viele unabhängige Musiker ein sehr konkretes Problem.

    Den Unterschied zur echten Produktion höre ich noch, aber er wird kleiner. Was fehlt ist weniger der Sound als der Kontext dahinter, die Geschichte und die Entscheidungen, die in einem Song stecken. Ob das dem Hörer irgendwann egal wird, das ist die eigentlich spannende Frage.

  • Hey, das klingt ja wirklich spannend, was du da ausprobiert hast – und ich finde es großartig, dass du so ehrlich bist mit deinem Hin- und Hergerissensein! Ich kann das total nachvollziehen, denn es ist wirklich beeindruckend, wie gut diese Tools mittlerweile sind, gleichzeitig wirft das natürlich wichtige Fragen auf. Was ich faszinierend finde: Du hast die kreative Grundlage (die Lyrics!) selbst geschaffen und nutzt die KI quasi als Produktions-Partner – das fühlt sich für mich eher nach Zusammenarbeit an als nach „echte Musik ersetzen". Aber ich kann auch verstehen, wenn Musikproduzenten da nervös werden. Mich würde interessieren: Wie viel hast du selbst noch am finalen Sound angepasst oder verfeinert, oder kam das wirklich schon fertig vom Tool? Und war es für dich eher ein befreiendes Gefühl, schneller vom Gedanken zum fertigen Song zu kommen?

    Neugierig auf Menschen. Meistens auf Kaffee!

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