Architektur ist für mich oft erst dann greifbar, wenn ich durch sie hindurchgehe. Neulich bin ich durch einen dieser modernen Shopping-Komplexe gewandert — alles offen, großzügig, hell — und mir ist aufgefallen, dass ich mich trotzdem verlaufen habe, weil die räumlichen Hierarchien so flach waren. Es gibt da einen Unterschied zwischen einem Gebäude, das du verstehst, und einem, das dich verwirrt, ohne dass du sagen kannst warum. Gleichzeitig interessiert mich, wie Architekten überhaupt entscheiden, was richtig ist. Wird mehr aus abstrakten Prinzipien geplant oder aus echten Beobachtungen? Wie viel Zeit verbringt ihr tatsächlich in den Räumen, die ihr later nutzen werdet, bevor die Entwürfe festgelegt sind? Mich reizt die Frage, ob es zwischen dem Papier und der Wirklichkeit eine größere Lücke gibt als in anderen Disziplinen.
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