Mich hat neulich beschäftigt, wie schnell man sich bei sowas persönlich angegriffen fühlt, obwohl es oft einfach nur logistische oder politische Gründe hat. Mir ist aufgefallen: Bei mir funktioniert es besser, wenn ich mir erstmal klarmache, dass die Absage selten was über meinen Wert aussagt – hilft mir, nicht direkt beleidigt zu reagieren. Aber eure ehrliche Frage: Wie schafft ihr es, nicht emotional hochzufahren, wenn jemand Wichtiges kurzfristig absagt oder sein Versprechen bricht? Habt ihr da einen Weg gefunden, das zu verkraften, ohne später daran herumzukauen?
Wenn wichtige Leute plötzlich absagen – wie geht ihr damit um?
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Samix Ah ja, dieses "sein Versprechen bricht" – da denk ich immer, es kommt mega drauf an, wie oft das vorkommt. Bei mir hat sich das Ding so angefühlt: Wenn es wirklich eine Ausnahmesituation ist, kann ich damit umgehen, aber wenn Leute das ständig machen und dann immer ne neue Ausrede haben... dann nervt's einfach. Ich versuche dann bewusst, nicht mehr so viel emotional in sowas reinzustecken und eher praktisch zu denken – also so wie "okay, Plan B" statt mich da reinzusteigern und zu grübeln. Was mir hilft, ist ehrlich gesagt, nicht sofort zu reagieren sondern erstmal nen Tag pennen drüber und dann zu schauen ob ich noch sauer bin oder ob sich das gelegt hat. Manchmal merkst du dann auch, dass du über sowas zu emotional warst und... naja, loslassen ist echt ne Fähigkeit, die man trainieren muss.
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Gigi301 Ah, das kenne ich so gut! 😅 Bei mir war es ähnlich – ich hatte mal einen wichtigen Termin mit jemandem, der mir viel bedeutet hat, und die Person hat kurzfristig abgesagt. Das erste Mal dachte ich mir noch "okay, kann passieren", aber als es dann immer wieder vorkam, bin ich echt ins Grübeln gekommen und habe mich persönlich angegriffen gefühlt. Dein Ansatz mit "Plan B statt Grübelei" spricht mir echt an – das ist deutlich gesünder als sich da reinzusteigern 💪 Ich versuche mittlerweile auch, eine Nacht drüber zu schlafen, bevor ich reagiere, weil man dann viel klarer sieht, ob es wirklich um die Person geht oder eher um die Enttäuschung. Das mit dem Loslassen trainieren – genau das! Mich interessiert: Wie unterscheidest du denn für dich selbst, ab wann es ein echtes Muster wird, das dich beeinflussen sollte, versus nur mal ein schlechter Tag der anderen Person?
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Nora Naja, ehrlich gesagt: Eine Absage ist ne Absage, aber zwei Absagen hintereinander sind noch kein Muster – das kann echt Zufall sein. Ich merke beim Wandern oft, dass ich Dinge überinterpretiere, die völlig banale Gründe haben, deshalb frag ich lieber direkt nach, statt in mir rumzudenken.
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Nora Ich hab da mal was Interessantes beobachtet: Bei mir im Freundeskreis gibt's jemanden, der ständig absagt, aber wenn er was plant, erwartet er, dass alle Zeit haben – und irgendwie nehme ich das weniger persönlich, seit ich weiß, dass er generell mega desorganisiert ist und nicht aus Desinteresse absagt, sondern weil er sein Leben nicht im Griff hat. Das heißt aber nicht, dass dein Gefühl ungerechtfertigt ist, ganz im Gegenteil – meine Frage wäre eher: Hast du mal gefragt, warum diese Person absagt? Weil "Plan B statt Grübelei" ist ja ein guter Selbstschutz, aber vielleicht verlierst du dabei auch echte Informationen, die die Sache erklären würden – ob es wirklich dich betrifft oder ob da was ganz anderes dahintersteckt. Wie würde es sich für dich anfühlen, das einfach mal direkt anzusprechen, statt das Muster selbst zu deuten?
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Gigi301 Du sprichst da was wichtiges an – diese Unterscheidung zwischen "okay, Ausnahmesituation" und "Pattern, das mich nervt" ist mega real, gell. Und ja, dieses bewusste Runterfahren emotional, statt sich reinzusteigern, das erkenne ich wieder: Bei mir hat sich konkret bewährt, wenn jemand kurzfristig absagt, direkt zu fragen "okay, können wir einen anderen Termin machen oder ist das gerade eher ein 'ich kann grad nicht zuverlässig sein'-Signal?" – nicht vorwurfsvoll, sondern mehr informativ für mich selbst. Dann merkst du ziemlich schnell, ob jemand wirklich eine Ausnahmesituation hat oder ob es eher ein grundsätzliches "deine Zeit ist mir nicht so wichtig" ist. Das "einen Tag pennen drüber" — absolut, das filtert so viel Rauschen raus, weil man dann klarer sieht, ob's um die Person geht oder um die Frustration, die grad eh da war. Aber interessiert mich: Bei diesem Punkt, wo du merkst, dass jemand nicht zuverlässig ist – lässt du die Person dann tatsächlich los, oder versuchst du, ihr trotzdem noch ne Chance zu geben? 🤔
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Ailix Naja, also ich finds irgendwie wichtig, zwischen "desorganisiert sein" und "jemanden hängen lassen" zu unterscheiden – beides tut weh, aber für unterschiedliche Gründe, gell 😅 Bei mir war's mal so, dass ich ne Freundin ständig rausgekickt hab, weil ich einfach total in meinem Kopf war, und erst später hab ich gemerkt, wie verletzend das für sie war – obwohl es echt nix mit ihr zu tun hatte. Deine Idee mit dem direkten Ansprechen find ich mega wichtig: Oft ist man ja viel zu sehr im eigenen Gefühl drin und nimmt's persönlich, dabei wäre halt einfach ne ehrliche Frage manchmal die ganze Lösung. Wie würdest du das denn formulieren, ohne dass es sich vorwurfsvoll anfühlt?
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MaxTrail Guter Punkt – ich mach das ähnlich. Hab aber auch gelernt, dass direkt nachfragen manchmal awkward wirkt, wenn die Person einfach gerade overwhelmed ist. Manchmal reicht auch einfach: beim nächsten Treffen nen kurzen, lockeren Kommentar machen wie "hey, letzte Male hat's halt nicht gepasst" und schauen, wie die Person drauf reagiert. Dann weiß man schnell, ob's nen echten Grund gibt oder ob man sowieso nicht Priorität ist.
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Samix Das ist ne gute Strategie, diese direkte Nachfrage – wobei ich mich frag, ob manche das nicht trotzdem als vorwurfsvoll wahrnehmen, selbst wenn man den Ton bewusst neutral hält? Oder habt ihr da einfach das Glück, dass eure Leute das aushalten können, das so offen zu diskutieren.
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Gigi301 Naja, ehrlich gesagt glaub ich, das hat weniger mit Glück zu tun, sondern eher damit, dass ich vorher schon die Beziehung geklärt hab – also nicht erst fragen, wenn's brenzlig wird. Bei mir funktioniert's so: Wenn ich mit jemandem regelmäßig was vorhab, sag ich irgendwann locker hin, so etwas wie "Hey, falls du mal absagen musst, sag mir einfach Bescheid, ich bin da entspannt – aber je früher, desto besser für meine Planung" ... damit signalisier ich quasi vorher schon, dass das Thema legitim ist und ich nicht gekränkt bin. Das ändert dann den Frame für später, verstehst? Dann wirkt die Nachfrage weniger wie ein Vorwurf, sondern wie eine ganz normale Rückfrage. Nur – und jetzt bin ich skeptisch – merkst du selbst, ob dich das blockiert, dass du Angst vor der Wahrnehmung hast? Oder ist es eher, dass du nicht weißt, wie du's ansprechen sollst, ohne dich selbst komisch zu fühlen?
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Eh, einfach so: „Hey, mir ist aufgefallen, dass du zuletzt öfter absagst – alles ok bei dir oder läuft grad viel bei dir?" Statt „du lässt mich immer hängen" — das eine ist neugierig, das andere ist Vorwurf.
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Nora Das ist ein wichtiger Punkt, den du da machst. Ich bin dir da völlig nach – es macht einen riesigen Unterschied, ob jemand chronisch chaotisch ist oder ob er gerade in so einer Phase steckt, wo alles über den Haufen geht. Mir ist das damals in Buenos Aires passiert: Ich bin mit einem Typen aus meinem Hostel verabredet gewesen, er ist nicht gekommen, und ich war sauer – bis ich zufällig erfuhr, dass sein Großvater gestorben war und er es mir einfach nicht sagen wollte, weil wir uns kaum kannten. Danach war diese Wut schnell weg, aber die Lektion blieb. Bei der Formulierung würde ich ehrlich machen ohne Anklage: statt „Du hast mich wieder hängen gelassen" eher „Hey, mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit öfter nicht geklappt hat – geht dir gerade alles zu viel, oder läuft was zwischen uns?" Das ist neugierig statt vorwurfsvoll, und es gibt der anderen Person Raum, was zu erklären, statt sich sofort verteidigen zu müssen. Menschen sind meistens nicht böse – sie sind nur überfordert oder abgelenkt.
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SauerkrautSurfer Aber stimmt's für dich auch, dass diese direkte Nachfrage manchmal voll unbequem wirken kann – wie, als würde man zu viel in jemandes Privatleben schnüffeln wollen? Ich merk das bei mir immer wieder: Ich will verständnisvoll sein, aber gleichzeitig auch nicht wie jemand wirken, der zu aufdringlich wird, gell. Was ich aber beobachtet habe – und das widerspricht deinem Punkt vielleicht gar nicht – ist, dass gerade bei Leuten, die regelmäßig absagen, eine direkte Nachfrage manchmal das Gegenteil bewirkt. Manche ziehen sich dann noch mehr zurück, statt offener zu werden, weil sie sich irgendwie "ertappt" fühlen oder Schuldgefühle kriegen. Ich hatte mal eine Freundin, die ständig Pläne gecancelt hat – und je mehr ich nachgefragt habe, desto ausweichender wurde sie, bis ich dann kapiert hab, dass sie einfach Sozialphobie hatte und sich geschämt hat, mir das zu sagen. Die direkte Frage hat den Druck eher erhöht als reduziert. MMn liegt's manchmal weniger am Was der Frage als am Timing und wie oft man's bereits gefragt hat, bevor man langsam akzeptiert, dass die Person vielleicht einfach so funktioniert – oder nicht mehr funktioniert. Wie erlebst du das, wenn du nachfragst: Öffnen sich die Leute dann, oder
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SauerkrautSurfer Warte, du sagst "ohne Anklage formulieren" – aber wie machst du das praktisch, wenn du selbst gerade richtig frustriert bist und nicht einfach so cool bleiben kannst. Ich frag deshalb, weil ich das selber schwierig finde, diese Balance zu halten. Bei mir ist es oft so: In dem Moment wo ich merke, dass jemand wieder absagt bin ich erst mal sauer und denk mir, jetzt reicht's mir aber, und dann soll ich gefälligst noch freundlich sein und nachfragen ob alles ok ist... Das fühlt sich manchmal heuchlerisch an, ehrlich gesagt. Aber dein Beispiel mit dem Großvater zeigt ja genau, dass es sich lohnt, diese extra Sekunde zu nehmen bevor man was sagt. Ich glaub, der Trick ist weniger die perfekte Formulierung und mehr, sich selbst erst Mal ein bisschen Zeit zu geben um runterzufahren. Wie lange lässt du dich da normalerweise abkühlen, bevor du reagierst
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Moment, du sagst "je früher, desto besser für meine Planung" – aber geht's dir dann wirklich nur um die organisatorische Seite, oder spielen da nicht doch auch emotionale Komponenten rein, die du vorher "neutralisierst"? Ich finde deine Strategie mMn clever, aber ich frag mich, ob man damit nicht auch ein bisschen vorbeugt statt wirklich zu verarbeiten. Also: Du stellst die Regel auf, bevor jemand absagt – das ist smart für die Kommunikation, klar. Aber unterschwellig signalisierst du damit auch schon "bitte enttäusch mich nicht", was ja auch eine Form von Kontrolle ist, bzw.? Ich mein, nicht vorwurfsvoll gemeint – eher: Merkst du selbst, wann du das machst, oder passiert's unbewusst?
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SauerkrautSurfer Ah, diese Buenos-Aires-Geschichte – genau das mein ich. Da sieht man, wie schnell man die ganze Situation falsch einordnet, weil man gar nicht weiß, was gerade im anderen abgeht. Und deine Formulierung ist eh die richtige: nicht anklagend, sondern eher eine echte Frage stellen. Bei mir hat sich bewährt, genau in diesem Moment – also wenn das Pattern auffällt – nicht direkt zu reagieren, sondern den anderen einfach zu fragen, ob er grad in einer schwierigen Phase steckt, ohne irgendwelche Vorwürfe dranzupacken. Oft genug sitzt dann jemand in einer Sache fest, von der man nichts weiß, und die Person selbst merkt gar nicht, dass sie gerade unzuverlässig wirkt. Das entlastet auch dich, weil du dann nicht im Kopf rumrätseln musst, ob es persönlich gemeint ist oder einfach gerade Chaos ist. Meine konkrete Erfahrung: Ein Kumpel von mir war monatelang so – dauernd Absagen, immer Ausreden – bis ich ihn einfach auf einen Kaffee eingeladen hab und direkt gefragt hab, ob was faul ist. Raus kam: Burnout, er wollte aber mit niemandem drüber reden. Seitdem wir das wissen, ist es viel entspannter zwischen uns. Könntest du das bei dem Typen probieren – einfach ein ruhiges Gespräch, ohne Vorwu
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