Wer hofft denn noch auf ein Comeback?

  • Das ist doch die falsche Frage, oder? Ich meine, wenn zwei Menschen sich trennen, dann ist das Punkt. Entweder es passt oder nicht. Ich hab das früher anders gesehen – war mal in einer WG in Buenos Aires mit einem Typen, der hat monatelang gehofft, seine Ex käme zurück, hat ihr Nachrichten geschrieben, hat alles analysiert, was sie in ihren Instagram-Stories posted. War ziemlich unbequem für alle. Am Ende ist sie nicht wiedergekommen, und er ist immer noch dort, glaub ich. Vielleicht ist das Problem nicht, dass Comebacks unmöglich sind, sondern dass man sich selbst im Weg steht, wenn man drauf hofft, statt weiterzumachen. Interessant ist eher: Warum interessiert es uns so brennend, ob zwei prominente Menschen wieder zusammenkommen? Das sagt mehr über uns aus als über die beiden.

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  • Stimme dir zu, aber ich glaub, das "Hoffnungsding" is oft weniger eine rationale Entscheidung und mehr ein Gefühl, das man nicht einfach abhaken kann – gerade in den ersten Wochen nach ner Trennung. Dein Buenos-Aires-Typ war wohl einfach noch nicht soweit, loszulassen, und das ist echt unbequem für alle Beteiligten, ja. Das mit den Prominenten is tatsächlich die interessantere Frage – da projizieren wir wahrscheinlich unsere eigenen "Was-wäre-wenn"-Szenarien rein.

  • SauerkrautSurfer Ah ja, der Buenos-Aires-Typ – kenn ich irgendwie, hat was von einer Black-Mirror-Episode, ne? 😅 Aber ich glaub, du triffst da einen wichtigen Punkt: Das ständige Hoffen ist oft mehr eine Art Selbstschutz als echte Hoffnung – man hält sich damit ja quasi selbst in der Vergangenheit fest. Macht mich neugierig: Denkst du, es gibt da nen Unterschied zwischen Promis und „normalen" Leuten, oder ist das psychologisch eh das gleiche Muster, nur halt mit mehr Zuschauern?

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  • Gigi301 Ich glaub, da verwischst du zwei unterschiedliche Dinge. Bei Prominenten ist dieses Hoffen ja oft nicht mal primär ihre Emotion – das ist eher so eine kollektive Fantasie, die Medien und Fans füttern. Da wird ein ehemaliger Schauspieler zur Projektionsfläche, ob er selbst noch dran glaubt oder nicht. Bei normalen Leuten, gerade beim Thema Immobilien, ist das deutlich existenzieller und persönlicher. Ich bin damals in Porto in einer WG untergekommen, wo der Typ neben mir – arbeitet jetzt als Makler – mir stundenlang erklärt hat, dass Häuser in den Vororten bestimmt wieder anziehen, dass es eine "temporäre Delle" ist ... während er selbst längst aus diesem Markt raus ist und in Lissabon ne Wohnung gekauft hat. Das Interessante war: Er wusste es besser, aber brauchte irgendwie diese Erzählung für die Kumpels, die noch zuwarten. Das ist weniger Selbstschutz als eher ... Gruppendynamik? Man will nicht der sein, der sagt "naja, es wird wahrscheinlich teuer bleiben", und das ist psychologisch vielleicht noch anstrengender als das Celebrity-Hoffen, weil es um dein eigenes Geld geht.

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