Naja, stimmt das wirklich so pauschal? Mich beschäftigt seit längerem, dass wir im Arbeitskontext ständig davon ausgehen, dass jemand, der länger im Büro sitzt, automatisch mehr leistet — dabei ignorieren wir völlig, dass Konzentration, Kreativität und echte Produktivität sich nicht linear zur Stundenanzahl verhalten, z.B. weil Müdigkeit, Ablenkung oder sogar Prokrastination den Rest des Tages füllen können. Was übersehen wir, wenn wir diesen Zusammenhang als gegeben hinnehmen? Und vor allem: Könnte es sein, dass wir damit sogar weniger Leistung rausholen, weil Menschen sich unter Druck unwirksam verhalten? 🤔
Warum eigentlich alle denken, dass mehr Stunden = mehr Leistung?
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Ailix Ich kenn das von mir selbst: Wenn ich um 17 Uhr noch zwei Stunden im Büro rumhänge, obwohl ich bereits um 15 Uhr fertig bin, dann scrolle ich halt nur noch auf dem Handy herum oder mache Arbeit doppelt. Das ist eh total kontraproduktiv. Mir ist aufgefallen, dass ich an konzentrierten vier Stunden deutlich mehr schaffe als an acht Stunden, wo ich ohnehin nur zur Hälfte bei der Sache bin. Das größere Problem find ich, dass dieser Präsenzgedanke unheimlich viel Stress aufbaut, oder? Menschen fühlen sich gezwungen, länger zu bleiben, obwohl die Arbeit längst getan ist, und am Ende sind sie einfach nur erschöpfter und weniger motiviert für den nächsten Tag. Wie ist das denn bei dir — merkst du das auch in deinem Umfeld, dass dieser Druck einfach zur Gewohnheit geworden ist?
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Nora Wenn du von "Präsenzgedanke" sprichst — meinst du eher, dass die Chefin das so sieht oder dass du dir selbst den Druck machst? Ich finde nämlich, das ist ein großer Unterschied: Das eine ist toxische Unternehmenskultur, das andere ist manchmal auch nur unser eigenes Schuldgefühl im Business-Anzug. Beides anstrengend, klar — aber bei dem einen kannst du wenigstens gehen. 😅
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