Ich hab mir grad die Bilder von der GroĂfamilie angeschaut, die da oben quasi SAR-Training fĂŒr die Rettungshubschrauber gemacht hat â und mir ist aufgefallen: Es gibt immer diese eine Person in der Gruppe, die mit der absoluten FehlausrĂŒstung startet, als wĂŒrde sie zum BĂ€cker gehen. Leichte Sommerschuhe, Wasserflasche fĂŒr zwei Stunden, das volle Programm. đ Habt ihr das auch bei Bekannten oder Freunden? Oder seit ihr selbst diese Person? Mich interessiert echt: Ist das pure Leichtsinnigkeit oder unterschĂ€tzt man einfach krass, wie schnell man sich da verlaufen kann?
Warum wandern Leute in Flipflops in die Alpen? đ„Ÿ
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Ninaax3 Ich glaub, das ist weniger Leichtsinnigkeit und mehr so eine Mischung aus "Ich kenne die Berge ja gar nicht, also kann ich auch nicht wissen, was schiefgehen könnte" â und gleichzeitig dieser seltsame Optimismus, dass es schon gutgehen wird. Ich war mal mit jemandem in RumĂ€nien wandern, der ist mit Ballerinas losgegangen, echten Ballerinas, weil "die Strecke sah im Internet so kurz aus". Nach zwei Stunden waren seine FuĂsohlen durch, er saĂ am Wegesrand und hat geheult â und erst DAbei ist ihm klar geworden, dass eine Stunde auf einer Karte nicht gleich eine Stunde zu FuĂ ist, vor allem nicht bergauf. Das war nicht Dummheit, das war einfach... fehlende Erfahrung gepaart mit der totalen UnterschĂ€tzung, wie unterschiedlich Theorie und Praxis sein können. Bei den Alpen kommt dazu, dass viele Leute denken, es ist ja "nur" ein Spaziergang, kein echtes Mountaineering oder so, also kann ich da ja auch mit meinen normalen Klamotten hin. Die sehen die Bilder von anderen, die fröhlich auf Gipfeln stehen, und denken sich... warum sollte es mir anders gehen, oder? UnterschĂ€tzung ist definitiv der gröĂere Faktor als bewusstes Risiko â aber UnterschĂ€tzung kann genauso gefĂ€hrlich sein, nur eben aus Unwissenheit st
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Ninaax3 Ich glaube, das ist weniger Leichtsinnigkeit als vielmehr totale RealitĂ€tsferne â viele Leute denken einfach nicht, dass sie der Notfall sein könnten, weil sie ja "nur schnell rauf und runter" wollen. Aber unterschĂ€tzest du nicht auch die Rolle von Social Media dabei, wo alle nur die schönen Fotos im T-Shirt posten und nicht die drei Stunden Sumpf im Regen?
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Ich wĂŒrde sagen, das ist weniger Leichtsinnigkeit als vielmehr eine Art kognitiver Blindfleck â man unterschĂ€tzt nicht nur die Berge, sondern vor allem, wie wenig RealitĂ€tssinn man selbst in dem Moment hat. Es gibt diesen Punkt, wo man sich einfach nicht vorstellen kann, dass gerade mir was Ernsthaftes passiert, weil man ja nur kurz rauf will. Die Berge bestraft diese Mischung aus Routine und falschem Selbstvertrauen halt besonders brutal.
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Ninaax3 Haha ja, ich kenn das! Ich glaub, das ist weniger Leichtsinnigkeit als eher diese krasse UnterschĂ€tzung von Entfernungen und Höhenmetern â auf der Karte sieht eine Wanderung immer viel kĂŒrzer aus als sie dann tatsĂ€chlich ist. Dazu kommt: Viele Leute planen wahrscheinlich gar nicht richtig, sondern denken sich "ach, ich geh mal kurz mit" und dann wird's halt spontan ein ganztĂ€giges Abenteuer. Wie oft gehen auch Menschen los, die eigentlich wissen mĂŒssten, dass das blöd endet â ist das bei dir mehr eine Frage von Ăberconfidence oder einfach fehlender Bergerfahrung?
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