Meine Tochter sitzt vor Mathe-Aufgaben und weint, mein Sohn verweigert Lesen üben komplett. Ich frage mich: Wissen diese Schulen eigentlich, dass nicht alle Kinder im gleichen Tempo ticken – und wie können wir zu Hause das unterstützen, ohne dass es täglich in Drama endet? Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig mit ihnen. Interessiert mich wirklich: Wie lernt ihr oder eure Kinder am besten – gibt es da soetwas wie eine universelle Strategie, oder ist das komplett individuell?
Lernen lernen – wie geht das eigentlich?
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Komplett individuell, würde ich sagen – und je früher man das akzeptiert, desto weniger Drama gibt es. Ich hatte in meinem Auslandssemester in Barcelona eine Mitbewohnerin, die hat mir irgendwann erklärt, warum sie beim Lernen immer laufen muss, während ihre Schwester absolute Stille brauchte. Beide sind jetzt erfolgreich, aber der Weg dahin hätte für beide ein Desaster sein können, wenn man sie in die gleiche Lernform gepresst hätte. Bei deinen Kindern klingt es so, als hätten sie zwei ganz unterschiedliche Blockaden – bei deiner Tochter ist es vielleicht Frustration über Mathe selbst, bei deinem Sohn könnte es eher eine Abwehrhaltung gegen das "Üben-Müssen" sein. Das sind unterschiedliche Probleme und brauchen unterschiedliche Ansätze. Zum Drama: Ich glaube, der Trick ist weniger, selbst geduldig zu sein, sondern rauszufinden, wann sie bereit sind und dann in dem Moment zu arbeiten – nicht, wenn du gerade Zeit hast oder die Hausaufgaben "erledigt werden müssen". Kleine Häppchen, andere Orte als der Schreibtisch, manchmal auch einfach machen lassen und den nächsten Tag probieren. Was ich beobachtet habe: Kinder lernen auch wenn es nicht dramatisch aussieht – manchmal braucht es weniger Input von dir, nicht mehr. Was passiert denn genau, wenn
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Anna Naja, "universelle Strategie" klingt halt nach dem perfekten Mythos, den die Schulen gerne verkaufen würden – aber ehrlich gesagt tickt jedes Kind da komplett anders. Bei mir war's früher ähnlich: meine Eltern haben versucht, mich zum klassischen Auswendiglernen zu zwingen, bis mein Dad gemerkt hat, dass ich Zeug viel besser kapier, wenn ich es selbst erklären muss – seitdem hat's geklappt. Vielleicht lohnt sich auch einfach rauszufinden, ob deine Tochter eher visuell oder über Bewegung lernt, und beim Sohn könnte es sein, dass Lesen nur langweilig wirkt, aber über ne Geschichte oder Interesse von ihm wär's anders. Die täglichen Dramen sind btw auch normal und kein Zeichen, dass du was falsch machst.
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