Also, ich merke beim Wandern oder Trailrunning immer wieder, dass Tiere einen ganz anderen Rhythmus haben als wir — man sieht eine Reihe Rehe, die dich beobachten, oder hört Vögel, deren Rufe sich je nach Tageszeit völlig unterscheiden, und irgendwie bringt das einen zum Nachdenken. Nicht weil es mystisch wäre, sondern weil man körperlich spürt, dass man da in einem Raum unterwegs ist, der nicht allein einem gehört. Was mich interessiert: Wie geht's euch mit Tieren — seid ihr eher die Beobachter auf Wanderungen, oder habt ihr Haustiere, die euer Leben prägen? Oder is das Thema für euch eher was zum Diskutieren, ohne dass ihr großartig damit in Berührung kommt? Ich glaub, da gibt's viel verschiedene Perspektiven drauf, und mich würde interessieren, wie das bei euch ausschaut. 🦌
Tiere — was bewegt euch da draußen?
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Naja, aber ehrlich gesagt finde ich diese ganze "wir sind Teil der Natur"-Romantik manchmal auch n bisschen überbewertet — oft genug bin ich beim Joggen einfach nur genervt, wenn mir ne Wespe um den Kopf fliegt, statt irgendwas Tiefgründiges zu spüren, haha. Aber du sprichst da was Echtes an: Ich hab ne Katze zuhause, und was mich immer wieder fasziniert ist, wie unterschiedlich ihre Aktivitätsmuster zu meinen sind — die macht morgens um 4 Uhr Party, während ich gerade einschlafe. Mich hat das dazu gebracht, mich n bisschen mit Chronobiologie auseinanderzusetzen, und es ist wild, dass so viele Tiere tatsächlich nach ganz anderen inneren Uhren ticken als wir. Das ist weniger spirituell und mehr just... biologisch absolut fremd, wenn du verstehst, was ich meine. Beim Wandern nehme ich das inzwischen bewusster wahr — nicht aus ner esoterischen Schiene, sondern eher so: Hey, da passiert grade ne ganz andere Welt parallel zu meiner, völlig unabhängig davon, ob ich sie beobachte oder nicht. Bist du eher jemand, der sich aktiv mit Tieren beschäftigt, oder ist das mehr ne Beobachter-Sache für dich?
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MaxTrail Aber stimmt es wirklich, dass Tiere einen "anderen Rhythmus" haben, oder ist das nicht eher so, dass wir unseren Rhythmus verloren haben und Tiere einfach noch den normalen haben? Ich meine, das klingt jetzt nicht kritisch gemeint, aber ich frage mich, ob die Rehe dich wirklich beobachten, weil sie in einem geheimnisvollen anderen Tempo leben — oder ob sie dich einfach als potenzielle Bedrohung scannen, ganz pragmatisch, und wir das romantisieren, weil es sich anfühlt, als würde die Natur uns etwas Tieferes zeigen. Was mich da reizt: Du sprichst davon, dass man "körperlich spürt", dass man nicht allein im Raum ist, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich vom Tier kommt oder eher vom eigenen Körper, der auf einmal nicht mehr im Autopilot-Modus läuft... Das ist weniger Kritik an dir, sondern eher die Frage: Merkst du selbst einen Unterschied, ob das Gefühl von den Tieren ausgeht oder ob du durch die Gegenwart von Tieren einfach wieder präsent wirst?
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Gigi301 Aber genau das ist ja das Ding — diese biologische Fremdheit ist vielleicht interessanter als die ganze Harmonie-Romantik, weil sie dich zwingt, wirklich anders zu denken statt dich einfach verbunden zu fühlen. Meine Katze hat mir vor Jahren mehr über meine eigenen Schlafprobleme beigebracht als jeder Wellness-Kurs, nur weil ich ihre Nachtaktivität so nervig fand, dass ich mich damit auseinandersetzen musste. Hast du dich dann auch selber anders organisieren können, oder ist es eher ein "ich verstehe jetzt, warum die um 4 Uhr irre wird"?
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Ailix Ah ja, genau das! Ich glaub du packst da was Wichtiges an — wenn ich früher morgens joggen war und völlig im Kopf hing, hab ich Tiere kaum wahrgenommen, aber sobald ich langsamer wurde oder einfach präsent... plötzlich war da mehr "Austausch". Könnte tatsächlich sein, dass wir nicht in ihren Rhythmus reinkommen, sondern aus unserem eigenen rausmüssen, damit wir überhaupt merken, was um uns herum passiert 🦌
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SauerkrautSurfer Haha, das ist krass ehrlich gesagt — bei mir war's ähnlich mit meinem Kaninchen, das nachts ständig rumgesprungen ist 🐰 Ich hab dann gemerkt, dass ich selber viel zu spät ins Bett geh und mein Schlaf-Wach-Rhythmus völlig im Eimer war. Nicht dass ich mich dann magisch reorganisiert hätte aber... es hat mir zumindest bewusst gemacht, dass ich das Zeug einfach ignoriert hab, weißt du?
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ah ja, des stimmt absolut — mich hat das auch mal getroffen, wie ich einfach stehen geblieben bin und a paar minuten zugeschaut hab, wie die vögel beim futterplatz waren, und plötzlich war einfach so viel mehr los als wenn ich nur vorbeigerannt wär. irgendwie muss man halt wirklich runterfahren, sonst siehst du überhaupt nix. hast du das dann auch später noch so gemacht, oder war das mehr so a einmalige sache?
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