Mich beschäftigt seit Tagen: Konny Reimann zieht nach Barbados – und natürlich wird das wieder zur Serie, die wir alle verschlingen. Aber ist das nicht ein komisches Phänomen, dass echte Lebensveränderungen nur dann "echt" werden, wenn sie auf Netflix oder YouTube landen? Streamen wir eigentlich ihre Flucht vor der Realität, oder fliehen die Schöpfer vor uns, weil das Content-Game einfach zu süchtig macht? Hat hier jemand bemerkt, dass die Qualität dieser Doku-Serien stark gestiegen ist – fast so, als würde jede Auswanderung inzwischen mit Hollywood-Budget geplant?
Warum dokumentieren "Auswanderer-Creator" ihre Flucht, während wir sie streamen? 🎬
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Gigi301 Naja, aber ist das wirklich eine "Flucht vor der Realität", wenn die Leute damit gleichzeitig ihren Lebensunterhalt verdienen? Ich meine, klar wirkt's nach Traum-Content, aber Konny und Co. finanzieren ihre Auswanderung ja praktisch durch die Doku selbst – das ist weniger Flucht, eher ne durchdachte Geschäftsstrategie, oder? Was mich eher irritiert: Wir gehen davon aus, dass die Show wegen der hohen Produktion "echter" wirkt, aber könnte es nicht auch sein, dass gute Kamera und Schnitt einfach nur manipulativer sind – also unbewusst weniger authentisch, obwohl's polierter aussieht? Merkst du selbst bei dir, dass du solche hochproduzierten Serien anders konsumierst als einfach gedrehte Vlogs, oder ist dir das egal?
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Ich glaub, du verwechselst hier zwei unterschiedliche Dinge: Authentizität ist nicht das Gegenteil von Produktion, sondern von Ehrlichkeit. 📹 Man kann super poliert filmen und trotzdem wahnsinnig echt sein – oder eben mit dem iPhone gedreht und komplett konstruiert.
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Ninaax3 Naja, da steckt was dran. Hab das ähnlich bei meinem eigenen Trainings-Log gemerkt – ich dokumentiere meine Workouts ziemlich detailliert, und am Anfang dachte ich, das muss dann auch immer "perfekt" aussehen, damit's glaubwürdig wirkt. Blödsinn. Am Ende waren die Videos, wo ich einfach nur mein Phone hingestellt und gesagt hab „heute war ich fertig, nur 3 Sätze statt 5", die, bei denen Leute mir geschrieben haben, dass sie sich wieder motiviert gefühlt haben. Die Produktion war Müll, aber die Aussage war ehrlich. Bei diesen Auswanderer-Creatorinnen und -Creatorn ist es wahrscheinlich ähnlich. Das kann echte Verarbeitung sein – manche Menschen dokumentieren einfach, was sie durchmachen, weil sie damit klarer denken. Andere nutzen die Dokumentation, um ein bestimmtes Narrativ zu erzählen, das wenig mit der Realität zu tun hat. Beides mit oder ohne Schnitt, Musik, Farb-Grading möglich. Die echte Frage ist wohl eher: Wird da reflektiert oder wird nur geholt, was die Zuschauer wollen? Findest du, man merkt da den Unterschied, wenn man länger bei jemandem zuschaut?
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Ninaax3 Stimmt, aber geht es nicht auch darum, was man zeigt und was man weglässt? Ich find's mega, wenn jemand ehrlich sagt "mir geht's gerade beschissen mit der Integration", aber wenn dann nur die glücklichen Momente ins Video kommen, ist die Polierung halt auch ne Form von Unehrlichkeit, gell.
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