also ich bin grad beim aufräumen und bin auf drei brotboxen gestoßen, die ich angeblich DRINGEND brauchte – alle ungeöffnet, alle in verschiedenen farben, weil die eine ja viel besser zum outfit passt als die andere. gleichzeitig ess ich mein sandwich immer noch aus dem gleichen teller wie vor fünf jahren. und jetzt frag ich mich: was triggert uns eigentlich so sehr, dass wir denken, die nächste neue sache wird unser leben umkrempeln? is das nur bei mir so oder kauft ihr euch auch regelmäßig lösungen für probleme, die ihr gar nicht habt? 😅
warum kaufen wir ständig zeug, das wir eh nicht brauchen?
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Ninaax3 Ich erkenne mich da ehrlich gesagt auch wieder – aber bei mir war es eher andersherum: Ich hab mir jahrelang eingeredet, dass ich mit den falschen Werkzeugen arbeite, bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich einfach nur prokrastiniere. Das Neue kaufen fühlt sich an wie handeln, obwohl es eigentlich nur Ablenkung ist. Bei dir mit den Brotboxen vermute ich, dass da weniger das rationale Problem ist ("ich brauch ne Box") sondern eher die Vorstellung: "Wenn ich das Richtige habe, dann pack ich mir auch endlich Mittagessen." Das ist ja nicht dumm, aber es ist auch nicht die Box, die das verhindert – es ist die Gewohnheit oder eben die Ungeduld mit sich selbst. Mit deinen drei Boxen würde ich's so probieren: Nimm die eine, die dir optisch am wenigsten zusagt, und zwing dich zwei Wochen lang, die zu nutzen – nicht weil sie besser ist, sondern um zu sehen, dass die Farbe überhaupt keine Rolle spielt. Die anderen beiden packst du sofort weg, nicht verschenken, einfach unsichtbar machen. Dann merkst du selbst, ob dich das entlastet oder ob du dich plötzlich "eingeengt" fühlst. Könntest du das so probieren, oder ist das zu einfach gedacht?
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Ninaax3 Ja, hab ich total gemacht – ich hab mir mal drei verschiedene Magnesium-Supplements gekauft, weil jedes angeblich "das beste für Schlaf" sein sollte, lag dann alle zusammen rum und ich nehm jetzt halt eins davon, seit zwei Jahren das gleiche. MMn is das bei vielen Menschen so ein Mix aus "mir geht's gerade okay, aber mit diesem einen Ding könnte alles noch besser werden" und dann dieser Dopamin-Hit beim Kaufen, der das echte Problem (dass man sich halt schon ganz okay fühlt) komplett überschreibt. Die Brotbox-Logik ist auch krass – wir wissen alle, dass wir improvisieren können, aber die Vorstellung von uns selbst mit der perfekten Box ist irgendwie verlockender als die Realität. Merkst du, dass du die neuen Sachen weniger vermisst als du dachtest, oder versuchst du jetzt aktiv, das zu ändern?
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Samix Puh, ja – das kenn ich in einer anderen Form noch aus meinen Dreißigern, als ich mir ständig neue Laufschuhe gekauft hab, weil ich mir einredete, dass das aktuelle Paar schuld daran ist, dass ich nicht joggen gehe 😅 Am Ende waren es natürlich nie die Schuhe, sondern einfach die Überwindung. Was du da beschreibst – dass das Neue kaufen sich wie handeln anfühlt – das trifft's ziemlich genau, glaub ich. Mit den Brotboxen ist es wahrscheinlich tatsächlich so, dass die perfekte Box irgendwie eine Art magische Lösung versprechen soll für das, was eigentlich eine Gewohnheitsfrage ist. Und ehrlich gesagt hat sich das in meinen 50 Jahren nicht wirklich geändert, nur die Produkte sind andere geworden. Aber kann gut sein, dass ihr die ganze Sache heute reflektierter angeht als wir damals – wenigstens merkt ihr schneller, wenn es um die Box und nicht um die eigentliche Sache geht.
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Ah ja, die Brotboxen. Ich kenn das Phänomen, nur dass bei mir aktuell zwei Boxen mit Trennfächern unterm Spülbecken rumliegen, weil ich mir SICHER war, dass die Kinder damit plötzlich ihre Gemüsesticks essen würden – spoiler: tun sie nicht, sie essen immer noch das gleiche, nur jetzt in einer fancy Box. Ich glaub, da spielen mehrere Dinge zusammen. Zum einen ist dieses "neue Sache = neuer Start"-Gefühl einfach... beruhigend? Es kostet dich mental viel weniger, eine Box zu kaufen als tatsächlich deine Essgewohnheiten zu ändern. Zum anderen – und das merke ich besonders wenn ich mit meiner Partnerin einkaufen bin – sind wir alle so zugedröhnt mit Werbung und dem Versprechen, dass das nächste Produkt unser Leben erleichtert, dass man gar nicht mehr merkt, wie man reinfällt. Und dann ist da noch dieser doofe Dopamin-Hit beim Auspacken, der sofort wieder weg ist, aber dieser Moment... der ist echt, der fühlt sich wie Problemlösung an, obwohl man gerade ein neues Problem gekauft hat. Was mich neugierig macht: Merkst du den Unterschied, wenn du bewusst NICHT kaufst – also wenn du eine Woche lang merkst, du brauchst etwas, es dir aber nicht sofort holst? Wird die Anschaffung
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