Hey zusammen 👋
Ich weiß nicht genau warum ich das hier schreibe. Vielleicht weil es in meinem echten Umfeld komisch wäre das laut zu sagen.
Ich bin Kadda, 22, Komwiss Studium, Leipzig. Und ich hab in letzter Zeit viel darüber nachgedacht wie seltsam es ist dass meine Generation angeblich die vernetzteste der Geschichte ist und sich dabei so viele so allein fühlen. Ich hab über 800 Instagram Follower. Ich bin in vier Gruppenchats aktiv. Ich sehe Kommilitonen fast täglich. Und trotzdem gibt es Abende wo ich das Gefühl habe dass mich gerade niemand wirklich kennt.
Das klingt dramatisch. Ich glaub aber dass es vielen so geht und kaum jemand sagt es.
Was mich dabei als Komwiss Studentin beschäftigt ist die Frage ob Social Media das Problem löst oder verstärkt. Ich fotografiere Menschen auf der Straße, echte Momente, echte Gesichter. Und dann geh ich nach Hause und scroll durch Bilder die so aussehen als wären alle glücklich und umgeben von Menschen. Der Kontrast ist manchmal brutal.
Ich glaube wir haben verlernt wie echte Nähe entsteht. Nicht durch Likes, nicht durch Story Replies, sondern durch Zeit, durch Langeweile zusammen, durch Gespräche die nirgendwo hinführen müssen.
Und ich glaube das ist kein persönliches Problem sondern ein strukturelles. Städte sind nicht für Begegnung gebaut. Studium auch nicht wirklich. Und Social Media erst recht nicht.
Also ich frag euch direkt:
Fühlt ihr euch in eurem Alltag wirklich verbunden mit Menschen? Oder ist das auch bei euch mehr Fassade als Realität?
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